The X-mas tour 2002/2003

Great -  but  f....... cold!!!

 

1. Tag

Köln - London - Phoenix - Las Vegas

 

Anita und Hartmuth "on the flight"

Yes well jetzt sind wir also zum 21. Mal in Amerika!

Doch welch ein Schreck: Als wir gestern Abend in Köln beim Vorabend-Check-In eingecheckt haben wurden Harry und ich am Schalter darauf hingewiesen, dass das Handgepäck seit geraumer Zeit genau auf das zulässige Höchstgewicht hin kontrolliert wird. So hatten wir anschließend zu Hause noch viel zu tun, alle möglichen Variationen der Handgepäck-Zusammenstellung auszuprobieren um die Vorgaben einzuhalten. Hat nach allen Versuchen und knapp zwei Stunden nicht geklappt und so haben wir uns darauf eingestellt,  einen Aufpreis zu zahlen. Schlimmer als der zu erwartende Aufpreis ist jedoch die Androhung, unser Handgepäck als zusätzliches Gepäckstück aufzugeben. Damit wäre dann verbunden, unsere rund 150 (!) Filmrollen (wer uns schon kennt weiß, dass dies kein Tippfehler ist) wegzugeben und je nach Röntgenkontrolle fototechnisch "aufzugeben".

 

Aber wie das eben so ist, es wurde  heute überhaupt nicht kontrolliert und alle Aufregung war umsonst.

 

Auf unserem Zwischenstopp in London haben wir es dann auch noch geschafft, für den Transatlantik-Flug zwei Plätze nebeneinander zu bekommen, nachdem man uns dies in Köln versagt hatte. (mit dem freundlich-arroganten Hinweis "Das ist ja auch schließlich kein Ticket für die Business-Class")

 

Ansonsten hat alles -entgegen jeglicher Erwartung und Befürchtung- super geklappt und sogar unser sehr knapp bemessenes Conecting  in Phoenix ging gut über die Bühne.

 

Anita hat "Büroarbeit": Die Imigration-Card muss penibel genau ausgefüllt werden.

ANKLICKEN...und Las Vegas liegt zu Füßen!

VIDEOCLIP (1,2MB)

In den späten Abendstunden nach insgesamt zwölf Stunden 

Flug setzen wir zum Tiefflug über das illuminierte Las Vegas an.

200 PS - 6 Zylinder - Allrad - Zentraldifferential usw. usw. Unser Auto: diesmal ein absoluter Knülller

Beim Autovermieter Alamo haben wir eben  mit Geduld, Glück und fünf Dollar Trinkgeld  ein -wie sich hoffentlich im Urlaub noch herausstellen wird-  tolles Auto "ermietet", ein Mitsubishi Montero.  

 

Eigentlich gehört sich für ein Urlaub in den USA unter echten Marlboro-Country-Bedingungen ein amerikanisches Pferd oder ein amerikanischer Wagen. Aber unter zehn Suzukis ist die Auswahl an "Amerikanern" eng und so stellt dieser Mitsubishi wahrscheinlich die bessere Alternative dar.

 

Mittlerweile haben wir unser Gepäck umsortiert und dürfen jetzt ins Bett.

 

Also, auf einen schönen und erholsamen, sicherlich aber wieder neue Eindrücke bringenden Urlaub; ...und bis morgen...

 

2. Tag

Las Vegas, NV - Golden Hill, UT

Vorsichtige Schneeballschlacht auf den Ehemann...

Heute wollten wir eigentlich bis zum Bryce Canyon durchfahren. Unterwegs entscheiden wir uns aber, vorher ein Motel zu suchen. "Besser ist das!"  Unsere Campingausrüstung vervollständigen wir in "unserem" Walmart. Keiner weiß, wie oft wir hier auf dem Weg in den mehr oder weniger wilden Westen schon Station gemacht haben um uns mit den notwendigen Dingen auszurüsten.

 

So haben wir jetzt zwei Reservekanister, einen Campingkocher, Kochgeschirr und was man sonst noch so braucht. 

 

Das Wetter ist heute  nicht so toll: Nur Wolken und saukalt.

 

In etwa ein Kilometer Entfernung beginnt der Walk durch den Virgin River...im Sommer!

 

 

 

Im Zion machen wir einen Abstecher bis zum Tempel of Sinawawa. Von hier aus haben wir in den letzten Jahren mehrmals eine Wanderung durch den Virgin-River unternommen. 

 

Heute würden uns keine zehn Pferde dazu bewegen, unsere in dicke Schuhe und Socken eingemummten Füße in diesen frostigen Fluss zu bewegen.

 

Denn heute gibt es statt brennender Sonne reichlich Schnee. Zion -zumindest für uns- also mal ganz anders.

 

Die Spezialität dieses Restaurants sind die "Scones". Fehlen hier auf dem Bild, weil als erstes gegessen!

Im Golden Hill, unserem altbekannten Motel, bekommen wir ein Zimmer. Hartmuths verträumten Blick auf den jetzt zugedeckten Swimming-Pool, wo wir schon so manche Runde zur Abkühlung geschwommen sind, nimmt der Motelier wahr und kommentiert trocken: 

 

"Sorry pool is closed..."

 

Wir bekommen unseren Schlüssel und kurz darauf sind wir im Restaurant beim Essen. Übrigens ist es im Zimmer ganz schön "schattig". Gott sei Dank gibt es einen Zusatzradiator und so werden wir die Nacht wohl überstehen; ohne einzufrieren. 

 

Tschüß bis morgen.

3. Tag

Golden Hill, UT - Bryce Canyon, UT - Torrey, UT

"Oh boy, it is f........ cold here!"

Die Nacht haben wir gut überstanden. Sie war zwar nicht ganz so gemütlich wie im Sommer, aber es ging - mehr oder weniger. 

 

Um es aber auf den Punkt zu bringen: Immer noch recht "schattig".

 

Das Schreiben unseres Tagebuches erfolgt in dicken Strümpfen und langer Unterwäsche!

 

Also, Katzenwäsche bei frostiger Temperatur und auf geht es zum Bryce Canyon.

Das sind:   

 Minus 22 Grad Celsius

Auf dem Weg widerfährt uns Atemberaubendes: 

Unser Bordinstrument zeigt uns -7Grad Fahrenheit an.

ANKLICKEN: Die "Soldaten" des Bryce Canyons unter Schnee

Im Bryce Canyon Visitor Center gibt es eine Enttäuschung: 

Eigentlich wollten wir uns dort -wie vor einem Jahr gesehen-  Schneeschuhe ausleihen. Da aber noch nicht genug Schnee liegt (wir persönlich sehen das ganz anders als die Ranger!) und die Schneeschuhe sonst Schaden nehmen würden, gibt es heute keine.

 

Für unsere Fotos reicht der Schnee hingegen und so kommen wir jetzt endlich im dritten Anlauf zu unseren gewünschten Winterbildern des Bryce Canyons.   

 

Im Mitsubishi durch die Schneelandschaft des Westens.

Im Park ist der Generalstore leider zu und so tanken und shoppen wir bei Ruby´s Inn.

Weiter geht es  in Richtung Moab. In Torrey, direkt vor dem Capitol Reef, finden wir ein Motel, das zu dieser Jahreszeit auch geöffnet ist.  In dieser Gegend zu dieser Jahreszeit  gar nicht mal so einfach. 

 

Im Zimmer nehmen wir unser Mahl zu uns (american picknick) und ab ins Bett.

4. Tag

Torrey, UT - Moab - Canyonlands - Moab

Let the sun shine in...and out!

In aller Frühe schon geht es durch das Capitol Reef. Unterwegs entdecken wir einen kleinen Wasserfall, der sich durch die Kälte sein eigenes Eisbett geschaffen hat. Die Strecke zieht sich, da wir immer wieder stoppen müssen:  Fotostopps!

Kurz vor Moab eine alte und inzwischen restaurierte Brücke entdeckt. Es erscheint uns erstaunlich -eigentlich kaum fassbar- da wir diese Strecke annähernd ein Dutzend Mal befahren haben und uns diese Brücke nie aufgefallen ist.

In Moab wollen wir erst tanken - das  klappt. 

Und ein Motel "klarmachen" - das klappt leider nicht.

Die Motels, die uns zusagen (Privat geführt, nur eine Etage, klassisch - also mit dem Wagen bis fast ans Bett) haben wohl alle Ferien. Nach mehrmaligem Auf- und Ab"cruisen" entscheiden wir uns für das "Bowen Motel". Allerdings können wir noch nicht einchecken, weil das Office erst ab 15.°° wieder geöffnet ist. 

Also fahren wir unverrichteter Dinge zunächst zum Visitor Center des Canyonlands um unsere Permit abzuholen. 

Der Ranger ist sehr nett und lobt uns, dass wir die Permit schon einen Tag im voraus abholen. Wir fragen ihn, ob der Shafer Trail, der einige Zeit wegen Verschüttung geschlossen war, wieder geöffnet ist und wir mit ihm traditionsgemäß  -abweichend von unserer Genehmigung- am nächsten Tag unsere Tour beginnen können.

"No problem" entgegnet uns der Ranger. Der Trail ist gerade erst vor ein paar Tagen fertig geworden. Er scheint erfreut zu sein, dass wir keine "Greenhorns" sind, spart er sich doch hierdurch  seine ansonsten etwa 30minütige Unterweisung.

 

Anita unter dem Mesa-Arch vor der unendlichen Weite des Canyonlands

Wir nutzen die restliche Zeit und das zu dieser Jahreszeit viel zu kurze Tageslicht und unternehmen einen kurzen Walk zum Mesa Arch.  Wir fragen uns, warum wir -obwohl schon einige Male hier im Park gewesen- noch nie zu diesem Punkt gegangen sind. Stellen fest, dass man den am besten bei Sonnenaufgang fotografiert und setzen ihn sofort auf unsere "ToDo-Liste" für den nächsten Urlaub.

Unter dem Arch sehen wir auf die Unendlichkeit, die für die nächsten zwei Tage UNSER LAND sein wird. Filigrane und skurrile Striche zeigen uns den Track, der uns ab morgen in aller Einsamkeit am Rand des Canyons vorbeiführen wird.

 

Bei Dennys voller Erwartung...

Zurück in Moab machen wir endlich unser Motel "klar", das letzte Stück Zivilisation vor unserem morgigen Tripp.

 

Letztes Shopping vor der bereits erwähnten Wildnis, wieder getankt (diesmal einschließlich unserer beiden Reservekanister) und bei Dennys zum Stärken gewesen. (Wir erwähnten es ja bereits: Das letzte Stück Zivilisation...). Der Service bei Denny`s  ist heute wirklich nicht so gut wie wir es gewohnt sind: Der bestellte Appetizer bleibt irgendwie auf der Strecke, die Bedienung ist muffig und beim Bezahlen funktioniert zum wiederholten Male unsere Amex (American Express) nicht. Na ja, Schattenseite der Zivilisation eben.

 

Jetzt gehen wir ins Bett und genießen Bett, Zimmer, Wärme, Sanitäre Anlagen...

 

Tschüß, bis morgen bei Murphy.

5. Tag

 (Heilig Abend)

Moab - Murphy A

Unser Sommerzelt "Weekend" auf Campground "Murphy A" bei 0 Grad!

Wau, was für ein Tag. 

(oder wie der Amerikaner sagt: "Wow - what a f... day!")

 

Eben haben wir unser Zelt aufgebaut und dabei erschreckt festgestellt, 

dass wir das falsche Zelt dabei haben, nämlich unser kleines Sommerzelt.  

Dieses Zelt kennt den Boden, auf dem es nun steht, recht gut stand es doch an genau der selben Stelle bereits zwei Mal.

 

Allerdings waren es sonst etwa 35Grad Celsius und nicht wie jetzt, 0 Grad Celsius (in Worten: NULL GRAD CELSIUS

 

Aber nun eins nach dem anderen:

Als wir heute morgen aus Moab rausfuhren, war alles schön im weihnachtlichen Weiß. Es muss in der vergangenen Nacht fleißig geschneit haben. Die Spuren im Schnee auf dem Weg zu Canyonlands zeigten uns, dass nur ein Fahrzeug vor uns war. Auf dem Shafer Trail lag  ebenfalls Schnee und außerdem gab es jede Menge Nebel, so dass der Ausblick leider nicht so gut war wie sonst. 

Unterwegs gab es natürlich jede Menge an Off-Road-Action-Aufnahmen. Die wirkliche Aktion habe ich aber leider nicht gefilmt und auch nicht fotografiert: 

Als ich nach einem kleinen Foto-Shooting zum Wagen zurück kam stolperte ich an einer prinzipiell nicht gefährlichen Stelle unmittelbar neben dem Wagen über einen großer Stein unter dem Schnee. Und so kam was kommen musste: Mich hat´s hingehauen. Zu allem Überfluss habe ich mir dabei auch noch die Finger am Autoschloss eingeklemmt. Tja, wenn schon, denn schon! War aber alles halb so wild. 

Die kleine Macke am Finger besserte sich ebenso wie das Wetter zusehens und im warmen Auto ließ es sich gut aushalten. 

Anita fröstelnd an Heilig Abend vor unserem "Christmas Inn"

Wie eingangs schon erwähnt steht unser Zelt jetzt und so werde ich gleich das Weihnachtsessen machen:

Bei Harry gibt es Beans & Bacon und bei mir eine Suppe. 

 

"Pssssst, anschließend gibt es Bescherung, wovon er noch nichts weiß."

 

Wie unsere Nacht wird und war, werde ich dann morgen berichten. 

 

So long and merry Chrismas.

 

6.Tag Heilig.-Morgen

Murphy A - Moab

Yes,

 we survived! 

...aber was war das für eine Nacht?

Nach dem Essen gestern Abend (war ganz gut aber vor allem schön heiß!) habe ich noch einen Kakao für uns zwei gemacht. Harry war schon im Zelt und ich holte noch sein Weihnachtsgeschenk aus dem Auto. Als Nikolaus verkleidet bin ich zum Zelt und vor lauter Schreck ist doch glatt der Kakao umgeflogen. Also gab es jetzt neben keinem Kakao einen eiskalten und nassen Schlafsack. Wir haben zwar dank Kleenex einiges wieder trocken legen können, aber halt nicht alles. Dennoch haben wir uns beschert und uns dann brav und mutig zur Ruhe gebettet. Unsere Instrumente zeigten gar kalte Werte an. Schnell im Kopf umgerechnet stellten wir fest, dass auch die wärmsten Gedanken in dieser heiligen Nacht nicht ausreichten, die mittlerweile -4Grad auch nur annähernd auszugleichen. Es zog an jeder Ecke, und sogar die Köpfe tief in unseren ebenfalls eher für den Sommer gedachten Schlafsäcken hinderte unsere Nasen nicht daran, eiskalt zu werden.

Anita: "Ich bin begeistert"Harry: "Ich habe gehört, dass ich begeistert bin!"

 Wir sind uns im Moment uneins darüber, ob wir es tatsächlich eine Stunde (meine Version) oder nur eine halbe Stunde (Harrys Version) ausgehalten haben. Auf jeden Fall sind wir beide gestern Abend in unser Auto umgezogen. Voller Überraschung stellten wir fest, dass es erst 19:00 Uhr war. Wir befürchteten schon,  eine lange und anstrengende und schlaflose Nacht vor uns zu haben. Aber eigentlich verlief sie dann doch besser als befürchtet: Alle drei bis vier Stunden haben wir das Auto mal laufen lassen um uns wieder was aufzuwärmen.

Anklicken, und dir geht die Sonne auf!

 Jetzt, nachdem wir unser verlassenes und steifgefrorenes Zelt abgebaut haben, entschädigt uns ein biblischgleicher Sonnenaufgang an diesem heiligen Morgen von den Strapazen der vergangenen Nacht... 

 

Anklicken! Panorama-View am Green River im Verlaufe des zweiten Tages.

Auf unserer weiteren Fahrt über den White Rim Trail sind wir von Stunde zu Stunde mehr überrascht, wie unser liebgewordenes und wärmendes Auto auch noch so schwierige Passagen des Trails meistert. 

Das Wetter meint es ebenfalls gut mit uns und so erstrahlt der mit kleinen Eisschollen bedeckte Green-River in der Senke von Canyonlands und macht den Panorama-View perfekt.

 

Eigentlich fehlt doch nur noch das brennende Ölfass und der Rap, oder?

Nach einem kurzen Picknick am Green-River erreichen wir am späten Nachmittag das zivilisierte Leben von Moab. Wir steuern unser Motel vom vorgestrigen Abend an, das aber heute wegen X-mas geschlossen ist; genau wie der Rest von Moab. Von den wenigen Motels, die im Winter ihren Betrieb geöffnet halten, haben heute nochmals die Hälfte geschlossen. Die Auswahl wird naturgemäß eng, und die gefundene Alternative ist mäßig.

Ein erneuter Besuch bei  soll uns aufheitern. Die lange Schlange im Eingangsbereich (auch die geöffneten Restaurants Moabs an diesem Tag lassen sich an weniger als der Hälfte einer einzigen Hand abzählen = 2 Stück!!!) lassen uns zu einer geliebten Alternative ausweichen: Picknick im Motel.

Heute ist uns auch die Idee gekommen, aufgrund der sehr gemäßigten Temperaturen nächste Woche in den Grand Canyon zu wandern. Morgen werden wir eine Reservierung auf der Phantom-Ranch versuchen vorzunehmen.

Aber jetzt geht ins Bett! Have a good night!

7. Tag

Moab - Arches - Moab

Wir frühstücken im Arches Pancake House. Danach machen wir uns auf den Weg zu unserem "Archi" (arches National Park). Harry fragt den Ranger , wann wohl die beste Zeit für den Delicate Arch sei und der empfiehlt uns gegen halb fünf oben zu sein. Erscheint uns aufgrund unserer Erfahrung etwas spät, aber der Ranger wird es schon wissen. 

So machten wir uns mit dem Auto auf den Weg  zum Tower Arch, der nur über die Allrad-Piste zu ereichen ist. Vor einigen Jahren erzählte uns mal ein Jeep-Verleiher aus Moab, dass es im Arches keine besonders erwähnenswerte Strecken für Allrader gäbe. So sind wir such auf keine besonderen Ereignisse eingestellt.esonderes eingestellt. Dies ändert sich aber schon nach kurzer Zeit und wenigen Meilen. Diese Strecke im Arches hat es wirklich in sich:  Es ging über Stock und Stein, besser "Stamm und Fels". Ich frage mich, a) ob der Weg besser zu Fuß oder mit unserem Jeep zun überstehen ist und b) ob dieser Weg überhaupt für Auto oder zu Fuß machbar ist.

Was wir an zwei Tagen White Rim Trail gefahren sind kommt uns im Vergleich zu diesem Trail eher wie ein harmloser Sonntagsnachmittags-Spaziergang vor. Die Strecke ist dermaßen anstrengend, dass wir das Filmen und Fotogrtafieren und vergessen und nur noch um das nackte Überleben kämpfen.

Ach ja, den Tower Arch gibt es natürlich auch noch. Ist ein ganz netter Arch aber die Strecke war eindeutig die Hauptattraktion. ("Der Weg ist das Ziel!") 

Gegen drei Uhr machen wir uns dann zum Delicate Arch aufgemacht um ihn nochmal bei Sonnenuntergang zu sehen. Harry´s Bilder aus dem letzten Urlaub waren ja leider durch das Objektiv nicht so gut. In neuer Rekordzeit haben wir die 1,5 Meilen hoch zum Delicate Arch geschafft. Oben war einiges los, wie der Parkplatz schon vermuten ließ. Im Vergleich zum September war es aber schon deutlich weniger. Die Uhrzeit die der Ranger als beste für den Arch beschrieb (er meinete zwischen halb fünf und fünf) stimmte nicht so ganz, Denn um halb fünf war eigentlich schon das schönste Lichtspiel vorbei. Oben war es übrigens schön kalt. Die Sonne wärmte zwar ein wenig, aber Wind acht immer wieder alles zu nichte. Wieder unten angekomen, haben wir uns doch dafür entschieden noch eine Nacht in Moab zu bleiben und so sind wir jetzt wieder im Best Western. Die Sache it der Phantom Ranch klappt leider nicht, wäre ja auch ein wahnsinns zufall gewesen. Dafür wissen wir jetzt, dass wir ab Januar schon Reservierungen für Weihnachten 2004 machen können. Wahnsinn. Eben al wieder getankt und festgestellt, AMEX geht immer noch nicht. So jetzt aber gute Nacht.

Delicate Arch am späten Nachmittag

8. Tag

Moab - Valley of the Gods - Monument Valley - Kanab

Anklicken: Valley of the gods - Das kleine Monument Valley

Heute sind wir bis Kanab gekommen. Unterwegs haben wir einen Abstecher durch das Valley of the Gods gemacht. Vor vielen Jahren haben wir es schon einmal besucht. Damals kamen wir mit unserem Cabrio jedoch nur wenige hundert Meter hinein, dann war die "unpaved Loop" zu schwierig für den Wagen. Diesmal -mit gutem Fahrwerk ausgestattet- offenbart es sich uns. Es wird das "kleine Monument Valley" genannt. Ganz nett, allerdings kein "Muss ich unbedingt sehen" und wirklich nicht so beeindruckend wie das original Monument Valley. Mitten im Valley gibt es idyllisch gelegen ein Bed & Breakfast für "nur"  120$ für zwei Personen/Nacht. Ganz schön happig, oder? 

Anklicken! Monument Valley mit Schnee

Da wir ja eh am Monument Valley vorbei kommen, lassen wir es uns nicht nehmen, mal vorbei zu schauen. Eigentlich haben wir gehofft, dass dort viel Schnee liegt. und somit einen schönen Kontrast zum roten Felsen darstellt. Es liegt zwar weniger Schnee als gedacht, dennoch lohnt es sich, zumal es unser erstes Mal "Monument Valley und Schnee" ist.

  

 

Wir kommen im Dunkeln in Kanab an. und steigen -zum x-ten Male, im Quail Park Motel ab. Bei Pizza Hut essen wir zu Abend. Harrys Amex funktioniert zu unserer Verärgerung wieder nicht!

Ein kurzer Anruf  bei der Amex-Hotline in Frankfurt ergibt, dass die Karte wegen Überziehung vorläufig gesperrt ist.

Nachdem wir zunächst sprachlos aufhängen und uns nun mit dem Nachrechnen aller Ausgaben und sonstiger ungünstiger Umständen auseinandersetzen kommen wir zu dem Schluss, dass irgend etwas nicht stimmen kann. Der Kreditrahmen kann auf keinen Fall ausgeschöpft sein.

Gegen 8Uhr MEZ / Mitternacht hier können wir nochmal bei Amex-Frankfurt anrufen. Ich werde morgen berichten! 

9.Tag 

Kanab - Toroweap - Kanab

Was für eine Nacht. Um halb eins habe ich bei AMEX angerufen. Dort erfuhr ich, dass eine Buchung des Hampton-Inn in Höhe von 1500$ vorliegt. Diese wurde jedoch nachweislich nicht von uns getätigt. Man sagte uns zu, diese Buchung zu überprüfen. Sperren der Karte sei nicht notwendig, da es sich wohl um ein Buchungsfehler handelt und nicht um Betrug.

Nachdem wir den weiteren Verlauf der Nacht mit weiteren Berechnungen bestritten kamen wir erneut zu dem Schluss: Da stimmt irgendetwas anderes noch nicht!

Ich habe nochmals bei Amex angerufen, die Situatiuon geschildert und nun stellte sich heraus, dass unser Konto seit geraumer Zeit mit einer Vielzahl von Buchungen belastet wurde, die wir nicht getätigt hatten. Nun erkannte auch Amex, dass es sich um einen Betrug handeln muss und sofort wurden die Karten gesperrt. An dieser Stelle möchte ich mich lobend über American Express äußern. Man hätte uns kurzfristig neue Karten zukommen lassen können, wenn wir dies gewollt oder benötigt hätten.

Zunächst aber machen wir uns jetzt auf den Weg zu einem Internet-Cafe um online in Erfahrung zu bringen, in welcher Höhe wir geschröpft wurden.

 

Wir finden zwar ein Internet-Cafe  (auch das Frühstück schmeckt hervorragend) aber unser Konto ist dicht und damit auch nicht mehr online aufrufbar.

 

Wenigstens erfahren wir zu unserer Freude, dass wir versichert sind und keine Haftung übernehmen müssen. Der Tag kann sich also -nach dem Schrecken in der Nacht- noch positiv gestalten.

Ein Klicken verrät Anitas wirkliche Verfassung...

Durchweg beruhigter machen wir uns auf den Weg nach Toroweap. Die Strecke dorthin ist nicht unbedingt ein "Knüller". 

 

60 Meilen abseits jeder Hauptstraße führt uns der Weg über eine monotone unpaved Road. Etwa zwei Meilen vor dem Ende wird es endlich abwechslungsreicher und vom Fahren etwas anspruchsvoller. 

 

 

Anklicken: Blick in 900 Meter Höhe auf den Colorado

Die Aussicht entschädigt uns für 60 lange Meilen. Ein Amerikaner hatte uns vor zwei Jahren auf diesen Aussichtspunkt hingewiesen. 

 

Lange haben wir diese Stelle auf unseren Karten gesucht und erst unser Geländewagen ermöglicht es uns, ihn kennen zu lernen.

 

Rund 900 Meter tiefer schlängelt sich der Colorado durch die Enge.   

Anklicken! Foto-Shooting bis der Verschluss glüht!

Die Wände stürzen steil ab. Der kräftige Wind oben am Rande flößt uns Respekt ein: Ein allzu kräftiger Windstoß während unseres Foto-Shootings und wir brauchen uns keine Gedanken über den monotonen Rückweg mehr zu machen!

Der Wind verursacht eine ziemliche Kälte und daher entschließen wir uns, heute hier nicht zu zelten und stattdessen wieder zurück nach Kanab zu fahren. Dort hatten wir gestern ein Motel gesehen, was uns anspricht.

 

Im Sun & Sand Motel einquartiert stellen wir fest, dass der durchweg nette äußere Eindruck des Motels täuscht.

Die Innenausstattung ist ziemlich überholungsbedürftig.

 

Naja, für eine Nacht wird es wohl gehen.

 

Jetzt wollen wir noch was essen und dann geht´s ins Bett. Morgen erwartet uns sicher wieder viel Neues!

10. Tag

Kanab - Paria Movie Set - Cottenwood Rd - Hurricane

Haben die Nacht einigermaßen gut überstanden, aber -um nochmals den Begriff zu benutzen- ein "Knüller" war das Motel wirklich nicht. Ziemlich früh machen wir uns auf den Weg zum Paria Movie Set. Wir kennen diese Gebäude seit mehreren Jahren. Eine Vielzahl von Western wurden hier gedreht bis die Gebäude vor drei Jahren zu unserer Enttäuschung wegen  Baufälligkeit abgerissen wurden und Repiplika an deren Stelle entstanden.

 

Anklicken und John Wayne erscheint dir!

VIDEOCLIP

Fast zum Sonnenaufgang sind wir dort und siehe da, steht doch tatsächlich schon ein Auto dort unten. Wie sich herausstellt ist es ein Ehepaar  aus Wisconsin, das letzte Nacht hier herunter gefahren ist und sich anschließend nicht mehr getraut hat, den dunklen und vereisten Weg zurück zu fahren.  So haben sie die Nacht in ihrem Auto verbracht. Wir beruhigen sie und berichten, dass der Weg gut befahrbar ist.

Harry -wie immer stets bestens ausgestattet- bietet ihnen noch unser Eisfrei an, aber ihre Autoscheiben sind zu unserer Überraschung von innen(!) vereist.

So kratzen sie eifrig und wir fotografieren  und filmen ebenso eifrig.

 

 

Die zwei machen sich dann doch ziemlich schnell auf den Weg. Bei uns dauert es natürlich noch was und plötzlich kommen die beiden wieder zurück. Wir erkundigen uns ob es Schwierigkeiten gibt und wir helfen können. Sie erwidern, dass sie nur ausprobiert haben, ob sie tatsächlich den Weg zurück schaffen. Jetzt möchten sie sich noch etwas umsehen. Unsere Phantasie schlägt Kapriolen. Vielleicht suchen sie ja nur ein ruhiges Plätzchen...

Sie bedanken sich ausdrücklich für unsere Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft (und Nervigkeit?). Ich glaube, wir haben ihr Bild über die Deutschen um ganz ganz viele Plätze nach oben verschoben.

Wir wollen sie nicht stören, verabschieden uns "nice to meet you..." und fahren über die Cottenwood Road bis zum Kodakchromebasin.

Leider ist das Wetter nicht mehr so schön. Und vom "Kodakchrome" ist nicht viel zu sehen. Wir haben es vor einigen Jahren erleben dürfen: Die Gesteine haben eine einzigartige Einfärbung, die bei kräftiger Sonneneinstrahlung vor blauem Himmel ein Farbspektrum und eine Intensität zeigen, was fast die Möglichkeiten eines guten Diafilms sprengt.

Heute reicht schon fast ein Schwarz-Weiß-Film.

Wir fahren weiter am Bryce Canyon vorbei, durch ein Schneegestöber in Richtung  Zion. Ich hatte gehofft, in der Zion-Lodge vielleicht eine Cabin zu bekommen. Aber leider sind alle belegt.

Ein Sonnenuntergang tröstet uns hierüber weg. Wir mieten uns in Huriccane in einer Travellodge ein.

Jetzt wollen wir noch zu Taco Bell und dann geht´s ins Bett.

11. Tag

Hurricane - Valley Of Fire - Las Vegas

Anklicken: Die Cabins im Valley of fire

Heute säubern wir für unseren Auftritt in Las Vegas erst mal unser Auto, das hat es auch dringend nötig. Auf dem Weg nach Vegas besuchen wir die Virgin River Recreation Area. Seit einigen Jahren schon möchte ich die Abfahrt von der Interstate 15 mal rausfahren. Um auf die Recreation Area zu kommen,  "darf man" sogar 5 Dollar Eintritt zahlen. 

Allerdings gibt es dort nicht viel zu sehen:  Es ist zwar ein sehr schön angelegter Camping- und Picknickplatz, aber das ist es auch schon. Also geht es ziemlich schnell weiter und doch noch zum Valley of Fire, von dem ich zunächst dachte, dass wir es heute nicht erreichen, weil es an der Recreation Area so viel so tun und sehen gibt...

 Das Valley präsentiert sich heute besonders farbenfroh und so stehen die Verschlüsse der Kameras nicht mehr still. Der Campingplatz gefällt uns ebenfalls sehr gut  und so spielen wir im Moment mit dem Gedanken, die Idee des Zeltens trotz unserer Erfahrungen an Weihnachten noch einmal in Angriff zu nehmen.  

Anklicken: Das berühmte Eingangsschild zu Las Vegas auf dem Strip, mittlerweile einige hundert Meter weiter entfernt als noch vor 10 Jahren.

Zunächst aber geht es weiter am Lake Mead vorbei Richtung Vegas. Mit unserem Motel ist alles in Ordnung, obwohl wir die Reservierung mit unserer Amex vorgenommen hatten. Das Motel -aber das wussten wir ja schon vorher- ist genau so, wie wir es eigentlich nicht bevorzugen. (Motel einer Kette, 3. Etage, Auto nicht am Bett)  

Nachdem wir ausgeladen haben machen wir einen Kurztripp zum Wal-Mart, unseren Ansichtskarten-Film entwickeln lassen und Diafilm-Nachschub einkaufen. Bei den bisher gesehenen Motiven hat Harry einen verdammt hohen Durchlauf in der Kamera. Wir kaufen den ganzen Diafilm-Bestand dieser Wal-Mart-Filiale auf: 2 Stück!

Auf dem Rückweg essen wir noch bei Sizzler.

 

Anita während ihrer täglichen Hausaufgaben lässt die Tasten sausen...

Und jetzt machen wir noch unsere Hausaufgaben. Also dann, bis morgen...

12. Tag (Silvester)

Las Vegas

Heute ist also schon der letzte Tag des Jahres und genau wie vor einem Jahr sind wir in Las Vegas. Mann, oh Mann, wie schnell doch so ein Jahr vorbei ist. 

Das Frühstück unseres guten "Best Western"-Motels ist enttäuschend. Sehr übersichtlich (das kennen wir ja), man darf den kleinen Snack nicht mit ins Zimmer oder an den Pool nehmen (das kennen wir noch nicht) und so müssen wir uns im überfüllten Frühstücksraum zu anderen Gästen an einen Tisch setzen (nicht schlimm, für amerikanische Verhältnisse jedoch völlig untypisch). Es folgt ein kurzer Abstecher zum Beltz-Outlet um bei Casio evtl. günstig Zubehör für unsere Exilim einzukaufen.

Stattdessen entdecken wir erstmalig einen Deichmann-Shop und erstehen für Harry ein tolles Fleece bei Nautica.

 Beim Schlendern durchs Outlet greifen wir unseren gestrigen Gedanken auf, nochmals zu Zelten, und zwar im Valley of Fire. Also geht es um notwendiges Equipment einzukaufen zu einem Wal-Mart etwas außerhalb der City , weil wir hoffen, dort auch noch Filme zu kriegen. 

Doch leider hat dieser Walmart -im Gegensatz zum gestrigen Wal-Mart- nicht nur keine Diafilme sondern auch nicht die Schlafsäcke, die wir gesehen haben.

Also nun doch zurück zu unserem ursprünglichen Laden. Im Eifer des Kaufrausches erstehen wir zwei riesige und dicke Schlafsäcke und ein hierzu passendes Zelt. Wir wollen es nun wirklich wissen, wer die bessere Ausdauer und das größere Durchhaltevermögen hat. Die harte Mutter Natur oder die Schütts.

Auf dem Rückweg stärken wir uns bei KFC mit einem Honey BBQ-Burger und einem Twister.

Als Generalprobe bauen wir unser neues Zelt im Motelzimmer auf. Macht einen guten und stabilen Eindruck.

So, und jetzt machen wir uns fertig für die Sylvesternacht. Unser Auto wollen wir auf einem Parkplatz hinter Bally`s abstellen, mal sehen ob das alles so klappt. 

13.Tag

Las Vegas - Valley Of Fire

Anklicken: Das Feuerwerk 2002/2003 auf dem Strip

VIDEO-CLIP

HAPPY NEW YEAR

Wir schreiben das Jahr 2003 (wie ungewohnt) und wir haben eine lange kurze und kalte Nacht hinter uns:

Das Feuerwerk war spitze (seht es euch doch an!) und das "Leute beobachten" war wieder absolut spitze. Ich bin sogar interviewt worden, aber wie wir eben in der Zeitung festgestellt haben, habe ich es nicht bis in den Artikel geschafft. Naja, egal. Die Stimmung war wieder super, allerdings doch etwas anders als letztes Jahr, nicht ganz so friedlich. Die Polizei hat einige Leute festgenommen -weswegen auch immer- und direkt vor uns gab es fast eine Prügelei. Es waren aber auch wieder Massen an Menschen unterwegs. Etwas ganz besonderes gab es auch noch:

Ich hatte meinen Ehering verloren!!!

Nachdem ich nach einem kurzen Toilettenausflug in Kombination mit "dann bring doch gleich Kaffee mit" zurück kam, stellte ich mit großem Schrecken fest, dass mein Ehering weg ist.. Ich bin dann sofort zurück zu der Toilette und siehe da, er war wirklich da. Beim Trinkgeldgeben war er wohl vom Finger gerutscht und lag jetzt dort bei den ganzen Quarters. Die Toilettenfrauen meinten, dass ich wirklich Glück hatte und dass dies doch ein gutes Omen für das neue Jahr ist. Wir waren dann auch erst so gegen halb drei wieder in unsere Hotel. Die Sache mit dem Auto und dem Parkplatz hatte ganz gut geklappt obwohl wir relativ lange warten mussten bis wir vom Parkplatz runter waren.

Aber jetzt zu heute. Nachdem wir doch etwas länger geschlafen haben, geht es zurück zum Valley of Fire. Auf dem Arch Rock Campground haben wir ein schönes Plätzchen für unser Zelt gefunden. 

Der Aufbau klappt ganz gut und unser altes Equipment findet auch noch Verwendung: So liegt die Luftmatratze die ja eh schon kaputt war,  jetzt aufgeschnitten als Schutzmatte unter dem Zelt und die alten Schlafsäcke -auch aufgeschnitten- als Polsterung auf den Schaumstoffmatten. Während wir aufbauen stellen wir fest, dass es doch ganz nett wäre, wenn  wir grillen könnten. Also mache ich mich -während Harry "Zeltwache" hält-  auf den Weg zum Visitor Center in der Hoffnung, Grillkohle zu bekommen. Ist aber leider nicht vom Erfolg gekrönt, ich erhalte nur den Hinweis, dass die nächstgelegene Shopping-Möglichkeit in Overton ist. Zurück zum Zelt, Harry einladen und ab nach Overton. 

Die zwei "handlichen" Steaks, die uns Abendessen und Frühstück boten...

Wir kaufen Grillzeug und Grillgut: Wir erwerben zwei Steaks,  mit denen man bestimmt eine ganze Familie satt bekommt, und das für etwa 5$.

 Zurück am Zelt schmeißen wir den Grill an, dazu gibt es  es einen Mais - Käse Salat.

 

Mittlerweile bricht die Nacht herein und das Essen erfolgt unter freiem Himmel im Düsteren im Licht unserer Kopflampen.  Nach dem ersten Steak, das wir uns aufgrund der Größe teilen, sind wir schon satt und so gibt es das zweite dann eben morgen zum Frühstück. So jetzt geht´s ins Zelt, mal sehen wie wir die Nacht überstehen.

14. Tag

Valley of Frire - Mojave Natinal Preserve

Anklicken und die Einsamkeit erleben.

So lässt sich die Nacht bei Mutter Natur  gut überstehen. Unser neues Campingmaterial besteht seine Bewährungsprobe: Die Schlafsäcke sind schön warm und das Zelt bietet viel Platz. Also kein Vergleich mit der einen denkwürdigen Stunde im Zelt auf Murphy. 

Nachdem die Nacht so gut verlaufen ist, entscheiden wir uns beim Frühstück, gleich noch eine weitere Nacht zu zelten. So führt uns unser Weg durch die Einsamkeit zur Mojave National Preserve. Wir wissen zwar nicht, was uns dort erwartet, aber ein kleines Plätzchen für unser Zelt werden wir wohl schon finden.

 

 

 

Anita beim Einmummeln

Wir erreichen unser Ziel und werden von den Möglichkeiten fast erschlagen: In einem riesigen Areal gibt es zwei Camping-Plätze, jeder mit etwa 30 Stellplätzen, alle soweit von einander entfernt und versteckt, dass man vom "Nachbarn" völlig ungestört zelten kann. Aber welcher Nachbar? Es gibt außer uns einen einzigen mit drei Amerikanern besetzten Stellplatz.

Leider haben wir  keine Grillkohle mehr, die letzte war beim Frühstück verbrannt, und so machen wir uns auf die Suche. Im Visitor Center verrät uns ein Zettel, dass es an einem 18Meilen entfernten  Punkt  Firewood gibt. Das Firewood ist unser Ziel und so steuern wir unseren treuen Wagen dort hin.

Am Ziel angekommen erfahren wir, dass alles umsonst ist. Weit und breit gibt es niemanden, der uns -zumindest zu dieser Jahreszeit- Firewood verkaufen kann.

Wir lassen uns nicht entmutigen, unser Essen bekommen wir auch mit dem kleinen Capingkocher heiß, wenn die Abenteuerromantik auch nicht ganz so romantisch ist wie gestern am Grill.

Der traumhaftschöne Nachthimmel mit den Milliarden von Sternen, die zum Greifen nahe scheinen, lassen mich begeistert zum Himmel gucken und Harry den Verschluss seiner Kamera -trotz der Kälte- fast heiß laufen.

Also dann, bis morgen!

15.Tag

Mojave National Preserve - Stovepipe Wells

Auch die zweite Nacht mit unserem neuen Campingequipment haben wir sehr gut überstanden. Heute morgen ist es sogar sehr angenehm beim Frühstück. Ganze 57°F und das schon morgens um viertel nach acht.

Beim Frühstück planen wir unsere Route nach Stovepipe Wells im Death Valley. Auf unserer Karte entdeckt Harry eine 4 x 4 Road und so entschieden wir uns, ein Stück dieser Strecke zu fahren. Es handelt sich u die Mojave Raod, die früher ein Handelsweg der Indianer und später eine Route der frühen Siedler war.

Mit Hilfe von GPS und Laptop lokalisieren wir unsere momentane Position. Ohne diese Hilfe wäre uns nur der Rückweg geblieben.

Das erste Stück dieser Road ist ausgesprochen schön und vor allen einfach zu finden. Doch dann verlässt uns unser Pfadfinderglück ("damned pathfinder!") und trotz einiger Sucherei finden wir die Mojave Road nicht mehr. Das Problem ist, die Wege sind nichts anderes als mehrfach befahrene Spuren. Straßen oder ähnliches gibt es hier nicht. Manchmal teilen sich die Tracks und man folgt der Spur eines irgendwann einmal hier gefahrenen Abenteurers, der vielleicht nur Picknicken wollte.

Mittlerweile finden wir sogar den Weg, den wir hergekommen sind, nicht mehr.

Dank Kompass und GPS bahnen wir uns jedoch einen eigenen Weg bis Baker.

Anklicken: On the way to death valley...

In Baker wollen wir unsere Grillvorräte auffüllen, sprich Holzkohle und Fleisch.  Baker ist ein kleines Nest, unmittelbar neben dem Highway, aus ein paar Tankstellen bestehend und einen Bakannteheitsgrad hat es allenfalls, weil hier das angeblich größte Thermometer der Welt steht. Das reicht aber nicht aus, um unsere Vorräte auffüllen zu können:  An einigen Tankstellen gab es zwar Holzkohle, aber ohne Grillgut nützt   uns das wenig. Also machten wir uns ohne Grillzeug auf den Weg nach Stovepipe Wells ins Death Valley.

Unterwegs machen wir einen kleinen Abstecher nach Tecopa. Dort gibt es Hot Springs. Wir dachten, die seien in der freien Natur, aber das war nichts. Es sind zwei Badehäuser, natürlich nach Geschlechtern getrennt und das war´s auch schon. Also nicht viel zu sehen für uns. Wir erreichen -wie so oft in den Jahren vorher- Stovepipe Wells. Wir checken ein, doch leider bekommen wir bereits zum zweiten Mal kein Zimmer im  "Roadrunner´s Gebäude, stattdessen wieder bei den  "49´ner". Bei den Roadrunners gibt es im Zimmer zwei Wasserleitungen, eine auch mit Trinkwasser. Hier bei den "49ers" leider nicht. Für Trinkwasser müssen wir vor die Tür.

Im Saloon essen wir zum wiederholten Male das für Harry beste Stück Fleisch auf der ganzen Welt und machen damit,  Wolfgang und Utes Weihnachtsgeschenk platt. Sie hatten uns einen Briefumschlag für Weihnachten mitgegeben mit der Auflage, dieses erst an Heilig Abend zu öffnen, was wir bei eisigen Minustemeperarturen eine Woche vorher im Zelt gemacht haben.

 

Jetzt sitzen wir gerade im Auto auf einem Parkplatz und machen unsere Hausaufgaben.

Nebenbei macht Harry Aufnahmen vom sternenklaren Himmel

. Also dann bis morgen, nach einer Nacht im richtigen Bett.

16.Tag

Stovepipe Wells - Warm Spring Canyon - Coler Wash - Stovepipe

Anklicken: Seitencanyon des Death Valley am Südende der West Side Road