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25. USA-Trip im Februar 2005
notiert von Hartmuth |
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Unsere Route |
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| 29.01.2005
Köln - London - Los Angeles - Las Vegas |
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03:58 |
Mitten in der Nacht klingeln die Wecker und reißen uns förmlich aus den viel zu kurzen Schlaf. Doch das, was uns erwartet, tröstet uns allemal über diese unsanfte Art des Wachwerdens. Wir stehen wieder einmal auf, um uns viele Stunden später in unserem mittlerweile zur zweiten Heimat gewordenen Land wieder zu finden. Unsere 25. Tour in die USA soll heute starten und viele Wochen bereits freuen wir uns auf diesen Tag und haben alles genauestens vorbereitet. Nach der Morgentoilette erinnert uns der Zettel an der Wohnungstür, was wir diesmal nicht vergessen dürfen: Blumen noch einmal kurz und ergiebig gießen, AB an- und die Wecker ausschalten (zur Freude unserer Nachbarn, denn wir hatten einmal das Ausschalten der Wecker vergessen. Unsere Nachbarn können sich noch gut an unseren damaligen Urlaub erinnern!) Noch einen letzten "Cross-Check", ob wir denn alles dabei haben: Reisepässe, die Daten der E-Tickets, Reservierungsnummern, Vouchers. "Wir haben sie alle..." kommentiert Anita und kurz darauf klingelt auch schon unserer Freund Michael, der uns mit seinem Kombi zum Köln-Bonner Flughafen fahren wird. Emsig ist unser Gepäck in seinem Wagen verstaut. Trotz unseres Storages in Las Vegas wird unser Gepäck kaum weniger. Wieder sind es drei große Reisetaschen sowie zwei Handgepäckstücke. |
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Nach einer knappen Viertelstunde erreichen wir den Airport. Michael setzt uns vor der Tür ab und kurz darauf stehen wir und unser Gepäck vor dem Lufthansa-Schalter. Erstmalig benutzen wir auf einem Transatlantik-Flug ein E-Ticket. Unsere anfängliche, vielleicht übertriebene Skepsis diesem neumodischem Schnick-Schnack gegenüber bestätigt sich voll: Unsere ursprüngliche Sitzplatzreservierung (eine Zweierbank auf dem Transatlantikflug, das ist in der Economy-Class wie ein "Fünfer im Lotto") ist über den Haufen geworfen worden, wir haben plötzlich neue Plätze. Nach unseren sofortigen Recherchen handelt es sich vermutlich um "sehr zentrale" Plätze, nämlich genau in der Mitte einer Fünfer-Bank. Wir hoffen beide, dass das nicht stimmt. |
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Nach einem schnellen Frühstück am Flughafen verabschieden wir uns von Mike und gehen durch den neuen Vorbau des Kölner Flughafens, dem "Starwalk". Hübsch groß, aber um diese Zeit absolut nichts los. Das Boarding erfolgt zügig und pünktlich und nach einem kurzen Flug landen wir in London-Heathrow. |
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Wir kurven auf dem Londoner Flughafen mit dem Bus von Terminal zu Terminal und erkundigen uns am Schalter von United Airlines, mit denen wir fliegen werden, ob wir unsere ursprünglichen Sitzplätze wieder haben können. Man weist uns darauf hin, dass wir einen langen Flug nach Los Angeles haben werden und wir daher Plätze in der ersten Reihe der Economy-Class haben und wir dadurch auch mehr Beinfreiheit erhalten. Wir gehen zufrieden vom Schalter weg. Anita lässt sich die Antwort noch einmal durch den Kopf gehen und fragt sich nun: "Eigentlich ein schwachsinniges Argument, dass wir diese Plätze bekommen haben, weil wir einen langen Flug haben. Die Leute auf den anderen Plätzen haben den selben langen Flug oder fliegen deren Plätze eine kürzere Strecke?" |
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Wir betreten die Boing 777 und unsere Befürchtungen bestätigen sich: Wir sitzen zwar in der ersten Reihe aber tatsächlich genau in der Mitte. Obwohl wir schon in der |
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Bei der Immigration, die insgesamt recht zügig vonstatten geht, werden erstmalig unsere Fingerabdrücke erfasst und von uns Fotos gemacht. | |||
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Nach knapp zwei Stunden treten wir unsere letzte Etappe nach Las Vegas an. Ein Meer von Lichtern begrüßt uns schon von Weitem. Wir landen nach etwa 50 Minuten Flug pünktlich , nehmen unser Gepäck auf und fahren mit dem Shuttle zu Alamo. |
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Während Anita die Formalitäten klärt ,sichte ich bereits die Wagenflotte und reiße mir unter den Arm, was am größten aussieht. Mit einem Chevrolet Trailblazer LS verlassen wir den Autovermieter. |
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Erstmalig führt uns der Weg nicht sofort zu unserem
McCarren Inn sondern wir
machen kurze Station beim IN `n Outburger. Ein schönes Gefühl: Diesmal beginnen wir hier unseren Urlaub,
beim letzten Mal im August endete hier unser Urlaub. Nach einem schnellen der o.g. Burger fahren wir auch noch beim Wal-Mart vorbei, weil wir dringend noch eine Heizung für unser Zelt benötigen: Die Black-Cat von Coleman. Sollte sie Wal-Mart nicht haben, dann müssen wir wohl morgen erst noch einen größeren Umweg nach Henderson machen um bei REI eine zu erstehen. Doch wir haben Glück: Wir erstehen zwar keine Black-Cat, dafür aber eine fast baugleiche Event-Cat. Mit etwas weiterem Equipment, wie Gas usw., sind auch schon die ersten $80 über den Tisch gewandert. Und wir sind noch nicht mal im Hotel! |
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In unserem McCarren Inn angekommen checken wir ein. Beim letzten Mal brauchten wir drei Anläufe um ein Zimmer zu erhalten: Jedes Mal funktionierte das Schloss nicht. Diesmal klappt es zum Glück beim ersten Versuch. Sagen wir besser, fast beim ersten Versuch: Die Wasserspülung ist defekt und so tauschen wir das Zimmer. Nachdem wir das ganze Hin- und Herpacken erst morgen im Storage machen können, verschwinden wir recht schnell in unserem Bett. Also dann, USA - wir sind wieder da! |
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| 30.01.2005
Las Vegas - Zion N.P. |
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Der aufmerksame Leser unserer Reiseberichte wird feststellen, dass sich einige Ereignisse und Umstände bei uns seit mehreren Jahren immer wiederholen. Und so schnarren unsere Handys auch heute wieder wie gewohnt in aller Frühe, um uns auf das nun "beste Frühstück der Welt" vorzubreiten. Auch das Frühstück wiederholt sich seit Jahren: Bagel mit Frischkäse und Erdnussbutter sowie einen dünnen Grapefruitsaft für mich bzw. einen Orangensaft für Anita. Auch der weitere Verlauf geschieht in bekannter Reihenfolge:
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Wir fahren zum Storage und beginnen mit einer akribischen Umräum-Aktion. Der kleine Gang vor unserem Storage ist überflutet mit einem Mix aus unserem neuen Gepäck und unserem Storage-Inhalt. Während wir so hin- und herräumen spricht uns der Mitarbeiter des Storages an. Er erkennt uns angeblich wieder und erinnert sich noch erstaunlich genau, dass wir den Stauraum vor etwa zwei Jahren angemietet haben und er uns seitdem nicht mehr gesehen hat. Das wiederum stimmt so nicht: Im letzten Jahr sind wir uns einmal begegnet. Dafür bietet er uns ein "Shelf" an. Nachdem Anita nachfragt: "Oh fuck`n world what is a shelf???" (Anita meint, sie hätte das anders gesagt) zeigt er uns selbiges: Ein Plastikregal ! Wir fahren mit ihm und seinem Golf-Car zweimal um die Ecke und schon sind wir im Besitz eines Regals, das wir auf das Dach des Golf-Cars lupfen und während der kurzen Fahrt krampfhaft festzuhalten versuchen. Von nun an haben wir nicht nur einen Storage mit viel Zeug drin, jetzt sind wir auch noch Besitzer eines "Shelfs". Den angebotenen Tip lehnt er strikt ab. Nach knapp zwei Stunden ist alles so verstaut, wie wir glauben, dass es richtig ist: Der Dachsack auf dem Auto ist prall gefüllt, Kofferraum und Rücksitzbank bieten auch kaum noch Platz und unser Storage ist eigentlich immer noch voll. |
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Wir fragen uns allmählich, wer uns immer den ganzen Plunder unterschiebt ! Vollbepackt verlässt der "Laster" das Grundstück um uns Richtung Zion National Park zu bringen. In St. George erfolgt wieder der übliche Einkauf: Lebensmittel sowie alle Artikel, die uns seit unserem letzten Besuch ausgegangen sind. |
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Gegen 17Uhr Ortszeit erreichen wir den Zion N.P. und begeben uns sofort daran, eine gute Site zu finden. Außer uns sind gerade einmal eine handvoll ebenfalls verrückter und witterungsunempfindlicher Camper auf dem Campground und so sind die meisten Sites noch leer. Und damit beginnt die Qual der Wahl. Wir beabsichtigen, unser neues Zelt hier erstmalig aufzubauen und was man dafür braucht ist Licht ! In der Filmbranche gibt es bei Außenaufnahmen den geflügelten Spruch "Das Licht geht weg - das Licht geht weg!" Mit diesem Running-Gag auf den Lippen müssen wir uns dann doch endlich mal für eine Site entscheiden und beginnen sofort mit dem Zeltaufbau. Eigentlich will Anita noch zum Einchecken bzw. Zahlen an das Eingangshäuschen gehen, doch der Host ist schneller und kommt mit seinem Golf-Wagen zu uns auf die Campsite und holt das Geld persönlich ab. Guter Service! Im ersten Moment ist es noch ein wenig schwierig, alle Gestänge des Zeltes am richtigen Ort unterzubringen. Spätestens jedoch beim Aufbau bzw. Spannen des Gestänges fällt der Unterschied zu unserem Low-Cost-Zelt aus dem letzten Jahr auf: Ohne jegliche Strunzerei: Man spielt mit unserem neuen Zelt tatsächlich in einer anderen Liga, der Aufbau unseres Vaude-Zeltes geht deutlich schneller und leichter als beim Karstadt-Zelt. Mit vier Heringen steht das Zelt recht stabil, weitere Heringe sind nur nötig, wenn starke Winde zu erwarten sind. |
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Kaum steht das Zelt, setzt sich auch die Sonne zur Ruhe. Anita schmeißt den Grill und das Lagerfeuer an und wir denken noch mit Grauen an unser Zelten vor gut einem Jahr. Aufgrund des einsetzenden Regens haben wir unser einziges Lagerfeuer in diesem Urlaub nur durch die verregneten Scheiben unseres Autos gesehen und unser Steak mussten wir im Auto verspeisen. Und außerdem wurde es damals in der Nacht -10Grad Celsius. Das alles soll uns heute aber sicherlich erspart bleiben: |
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Es regnet nicht und unser Steak essen wir bequem am Tisch, allerdings mittlerweile schon etwas bibbernd. So verkriechen wir uns schnell in unser Zelt. Gegen evtl. einsetzende Kälte wissen wir uns zu wehren: Unsere Lagerstätte haben wir wie folgt, von unten gesehen schichtweise aufgebaut: Zwei überlappende Thermofolien, Thermoplatten von der Bundeswehr, drei nebeneinanderliegende Therm-A-Rest-Matten, eine Fliesdecke, ein aufgeschnittener alter Schlafsack und dann unsere amerikanischen King-Size-Winterschlafsäcke. Somit kann uns die Kälte mit Sicherheit gestohlen bleiben. |
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Wir liegen einige Zeit in unseren Schlafsäcken und stellen fest: "Es ist nicht kalt, es ist auch nicht lausig kalt; es ist saukalt !!! Dabei wechseln sich immer wieder Kälte- und Wärmephasen ab, zumindest empfinden wir dies so. Gegen 3 Uhr Nachts muss Anita einmal für kleine Mädchen. Sie bringt außer weiterer Kälte zum Glück auch ein paar Streichhölzer mit, so dass wir unsere Event-Cat anschmeißen können. Leider ist sie nicht allzu effektiv: Am Glühen sehen wir, dass sie an ist und eigentlich heizen müsste. Sie heizt nicht wirklich, vielleicht etwas. Aber auch wirklich nicht mehr. Wir verkriechen uns in die Schlafsäcke ganz weit nach unten. Da, wo eigentlich gar keine Luft mehr ist, aber es dafür warm ist. Unsere Anziehsachen für den nächsten Morgen nehmen wir mit in die Schlafsäcke, damit sie wenigstens etwas vorgewärmt werden. Also denn, hoffen wir, dass wir uns morgen noch lebend sehen. |
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| 31.01.2005
Zion N.P. - Bryce Canyon
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"Hurra, wir leben noch !" Mit diesem Worten auf den leicht bibbernden Lippen pulen wir uns aus den Kokons und dem Zelt. Es ist noch dunkel aber wir wollen frühzeitig damit beginnen, uns an das Tageslicht und besonders die Kälte zu gewöhnen. Unser Thermometer im Vorgarten zeigt
an. Wir sehen uns gegenseitig an und schwanken zwischen "Wir sind Helden" und "Wir sind leichtsinnig". Wir entschuldigen uns gegenseitig damit, dass wir im Februar eigentlich von anderen Temperaturen ausgegangen sind. Nach den -10Grad im damaligen Dezember glaubten wir fest daran, im Februar schon etwas mildere Temperaturen vorzufinden. |
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Unsere Event-Cat, die mittlerweile auf Hochtouren läuft, lässt das Wasser an der Decke des Überzeltes kondensieren und so tropft Wasser von der Decke. Außerdem ist das Oberzelt auch noch angefroren. |
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| Sogar der Reling unseres Wagens ist es lausig kalt! | ||||
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Nachdem wir das Zelt vom Eis befreit haben, bauen wir mit vereinten Kräften unseren Iglu ab. Der Abbau begeistert mich. Das Gestänge lässt sich leicht herausziehen, das Zelt fällt sauber in sich zusammen und kann leicht gestopft in dem Stuff-Sack untergebracht werden. Wir freuen uns daher auf den kommenden Aufbau. Doch am Ende diesen Abends wird kein Zelt, sondern ein Leckerbissen stehen. Doch dazu später. |
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Bevor wir losfahren, müssen wir noch die Scheiben vom dicken Eis befreien. Zum Glück haben wir am Vortag einen ordentlichen Eiskratzer mit angebautem Handschuh erstanden. Pech, wenn man ihn in dem Verhau im Auto nicht findet und es eisig kalt ist. Also bleibt nur: Auto starten und Ventilation auf Vollgas. Während Anita die Aggregate im Inneren des Wagens aufmerksam kontrolliert, kratze ich mit dem rückwärtigen Teil einer Tube Handcreme das Eis mehr oder weniger effektiv ab. Bepackt und verfroren verlassen wir den Campground und fahren Richtung Bryce Canyon in der Hoffnung, ihn endlich mal im schönen Schneekleid zu sehen. So, wie man es von Bildern her kennt.. |
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Unsere Strecke führt "zufällig" auch am Golden Hills Restaurant vorbei, wo es die berühmten Scones gibt. Die Leser unserer Seiten wissen, dass wir hier einfach nicht widerstehen können. Am Restaurant angekommen werden unsere Gesichter länger und länger. Wegen Reinigungsarbeiten ist das Restaurant an vier Montagen im Januar und Februar geschlossen. Richtig, einer dieser Montage ist genau heute und damit fallen die Scones der Reinigung zum Opfer. Wir sind uns einig, dass wir die Scones auch in einem nicht 100%ig sauberen Restaurant gegessen hätten. An den Scheiben drücken wir uns die Nasen platt und erkennen: "No Scones for Küssling, no Scones for Schütts" |
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WILDER
WESTEN |
(Anmerkung: Dieser weitere Running-Gag bezieht sich auf unseren Lieblingsfilm "Wilder Westen, inklusive", den ich hier allen USA-Begeisterten ans Herz lege. In diesem Film vermisst der Hauptdarsteller Bruno Küssling in den USA ankommend seinen Koffer. Seine Nachforschungen quittiert man mehrmals mit "No Buggage for Küssling") Seither heißt es bei uns beiden oft: "No XY für Schütts") |
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Im gegenüberliegenden Restaurant "Thunderbird" frühstücken wir herzhaft "Steak n`Egg" und "Garden Trip-Omelett", wobei wir sehnsüchtig durch das Fenster auf unser Golden Hill auf der anderen Straßenseite sehen. Wir bestätigen uns nochmals gegenseitig, dass wir die Scones auch zwischen Schrubber und Putzeimer gegessen hätten... |
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Nach diesem guten aber nicht adäquaten Ersatzfrühstück nehmen wir gesättigt, jedoch enttäuscht, unsere Fahrt wieder auf und erreichen nach 67 Meilen den Red Canyon. Noch nie sind wir durchgefahren ohne Fotos zu machen und so geschieht es auch heute. Jedes Mal zeigt er sich von seiner fotogensten Seite und jedes Mal bin ich davon überzeugt, dass er noch nie so schön rot erstrahlte wie heute. Nach einigen Megabits Bildern und einem bis ins Detail abgelichteten Red Canyon klettern wir wieder in unseren Blazer und erreichen nach kurzer Zeit den Bryce Canyon. |
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Es liegt viel Schnee und wir steuern sofort das Visitor Center an. Neben dem obligatorischen Stempel für Anitas Passport wollen wir uns vergewissern, ob wir Schneeschuhe ausleihen können. Doch leider gibt es keinen Verleih. "No Schnee-Schuhe für Küssling" kommt es uns über die Lippen. Also fahren wir weiter in den Park hinein und freuen uns auf den einzigartigen Ausblick am Rainbow-Point, dem letzten View-Point am Ende der Straße. Unsere Vorfreude findet nach wenigen Meilen ein jähes Ende durch das uns grausam anstarrende Schild "Road Closed". Vermutlich sind die Witterung- und Straßenverhältnisse so katastrophal, dass die Straße weiter oben unpassierbar ist. "No Grandview for Küssling!". |
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Deshalb klappern wir nun nur die offenen Views ab und fotografieren, was das Zeug hält. Auch wenn das absolute und von uns erhoffte Highlight, den Bryce Canyon mit Tausenden von Schneehauben auf den Zinnen zu sehen, uns auch diesmal verwehrt bleibt , die Fahrt lohnt sich dennoch: Was wir zu sehen bekommen kann sich im wahrsten Sinne des Wortes auch sehen lassen! |
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Wir schreiben den 31.01. und in wenigen Tagen ist Karneval. Wie immer wollen wir unseren Daheimgebliebenden traditionsgemäß eine selbstgemachte Ansichtskarte schicken. Diesmal haben wir uns eine Karte zum Thema Karneval einfallen lassen. Mit den mitgebrachten Requisiten erstellen wir eine seriöse Grußkarte. |
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Eine weitere Karte für die intimeren Freunde folgt, doch hier passiert nun folgendes: Aufgrund der kalten Jahreszeit ist der Park kaum besucht, fast menschenleer. Wir haben den Bryce Canyon noch nie so vereinsamt erlebt. Von daher haben wir wenig Hemmungen, die etwas persönlichere Karte hier in aller Öffentlichkeit zu kreieren: Die Kamera steht auf dem Stativ, der Selbstauslöser arbeitet. Wir drehen uns auf Kommando synchron in Richtung Kamera um und trööööten auf den mitgebrachten Requisiten, was das Zeug hält. Genau in dieser Sekunde aber fährt ein Wagen mit vier ungläubig aus dem Auto starrenden Touristen vorbei...
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Oh Gott, möge sich doch er Boden auftun, damit wir darin versinken können vor Scham... Wir hoffen nur, dass wir uns nie wieder begegnen. |
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Wir klappern die weiteren Aussichtspunkte ab, vergewissern uns aber vor jedem Aussteigen, ob die vier Touris von eben nicht zufällig genau am gleichen Aussichtspunkt verweilen, und fahren langsam in Richtung des berühmten "Ruby Inn" weiter. In diesem Hotel benötigt man in der Hauptreisezeit viel Geduld um ein Zimmer zu ergattern. Hat man eins, kommt dies einem kleinen Lottogewinn gleich, denn Reservierungen bis zu mehreren Monaten im voraus sind keine Seltenheit. Doch jetzt in dieser "lauen Reisezeit" war es kein Problem ein Zimmer zu bekommen, wir konnten sogar die Kategorien auswählen.
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Wir haben es "krachen lassen" und ein Zimmer mit Jacuzzi geordert, einem großen Whirlpool. |
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Doch bevor wir den Jacuzzi im eigentlichen Sinne nutzen können, müssen wir ihn erst zweckentfremden: wir entpacken unser Zelt, das immer noch voller Eis steckt und verteilen es über Jacuzzi und dem Rest des Zimmers zum Trocknen. Die Heizung stellen wir auf Vollanschlag. Während Anita das Auto aufräumt, beginne ich in unserem Zimmer , das sich langsam zur Sauna entwickelt, schweißüberströmt mit dem Überspielen der Fotos von Speicherchip auf das Laptop. |
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Anita kommt vom Auto in unsere persönliche Sauna und beginnt, das Innenzelt herauszuknöpfen, was ich mit wenig Begeisterung zur Kenntnis nehme. Ich weise sie darauf hin, dass es anschließend wieder genau so eingeknöpft werden muss, damit alles passt. Sie beruhigt mich mit dem etwas abfälligen Hinweis, dass das ja wohl ein Kinderspiel ist. Nach getaner Arbeit lassen wir unser Zelt einsam vor sich hintrocknen und gehen im Restaurant essen. Der Abend beschert Anita ein Ranch Pot Roast und mir ein Flat Iron Steak. Das Essen ist delikat, der Service eher mittelmäßig. Zwar fehlt es nicht an Freundlichkeit, jedoch an der Frage nach den Saucen! Und so muss ich mich selbst auf den Weg machen, eine "57" am Nebentisch zu klauen. Auch die obligatorische Frage, ob alles in Ordnung ist, kommt erst, als unsere Teller schon leer sind. Ob das nun an der Arroganz eines gehobenen Hotels liegt, am Winterschlaf oder ob wir einfach nur Pech haben, wissen wir nicht. Erfreulich hingegen ist, dass der Tip von 15% nicht schon automatisch drauf gerechnet wird, obwohl dies in der Karte vermerkt ist und wir Deutsche sind. |
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Nach diesem Erlebnis betreten wir unsere Sauna, verstauen unsere knochentrockenen Zeltplanen und gehen nach einem ausgiebigen "Jacuzzen" ins Bett. Trotz herab gedrehter Heizung ist es heute ungleich wärmer als gestern Nacht... |
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| 01.02.2005
Bryce Canyon - Monticello |
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Wir erwachen im Warmen, erledigen die morgendliche Reinigung und verstauen unsere mehr als 7 Sachen in unserem Gefährt. Es ist so bitter kalt, dass sogar unsere Wasservorräte im Auto eingefroren sind. Tapfer und frierend vollbringen wir unsere Aufgaben. |
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Zu unserem Erstaunen handelt es sich bei unserem Trail Blazer wohl um ein gängiges Modell: Gleich drei dieser Fahrzeuge stehen in gleicher Farbe nebeneinander. Unser Weg wird uns heute weiter in Richtung Canyonlands führen und als Tagesetappe haben wir die etwa 300 Meilen entfernte Gegend um Monticello geplant, wo wir wieder zurück in der Natur campen wollen. Das Frühstück erfolgt heute aufgrund der lange Fahrtstrecke während des Fahrens zwischen Gas geben und Blinker setzen. Fürs Bremsen ist keine Zeit. Außerdem: Bremsen macht nur die Felgen schmutzig! |
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Nach einem kurzen Nickerchen von mir (wohlgemerkt auf der Beifahrerseite!) erwache ich beim Überfahren eines Passes. Alles ist weiß und glatt, aber traumhaft schön. Kurze Foto-Stopps unterbrechen die lange Fahrt durch das Weiß. Mit Blick auf die kommende Nacht im Freien hoffen wir auf weniger Weiß und insbesondere weniger Kälte. |
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Wir durchqueren den Capitol-Reef-National Park. Jedoch nicht, ohne Anitas obligatorischen Stempel abzuholen und auch nicht, ohne uns beim Durchfahren einzelne Erlebnisse im Capitol-Reef in Erinnerung zu rufen. Unter anderem denken wir gerne an die Wanderung 1997 auf den Chimney Rock, an dem wir gerade vorbeifahren, und die uns sehr gut gefallen hat. |
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Nach dem besinnlichen Teil der Fahrt holt uns die Realität ein. Es ist zwar mittlerweile nicht mehr so weiß wie vorhin, aber an der Kälte hat sich -subjektiv gesehen- eigentlich nichts geändert. Wir hinterfragen unser Vorhaben, heute Nacht draußen zu schlafen, zumindest im Ansatz. Da wir aber keine "Warmduscher" sind, bleibt die Nacht im Freien oberste Priorität. Vorbei am nördlichen Rand vom Lake Powell fahren wir weiter Richtung "Frieren" und so beginnt sich die Ranking-Liste allmählich leicht zu verändern: Wir überlegen uns nun doch, ob es Sinn macht, ein frierender Held zu sein oder ob ein warmes Bett dem Held nicht Wärme und Kraft für noch größere Taten bieten kann. Wir beschließen, dass das Schicksal hierüber richten soll: Finden wir in der nächsten Stunde einen Campground, so ist das Campen beschlossene Sache. Finden wir keinen oder erst später, dann campieren wir im Motel. Das Schicksal macht es spannend und hat noch Überraschungen für uns parat: Der erste ausgeschilderte Campground ist wegen einer Baustelle nicht erreichbar. |
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Einige Meilen später verursacht ein Schild eine lebhafte Diskussion zwischen Anita und mir. Ist das ein Campground, der auch für Wohnmobile etc. geeignet ist, oder ist es nur ein Hinweis, dass Wohnwagen dort abgestellt werden können? | |||
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Wir folgen dem Schild über einen langen und schönen "unpaved" Weg bis uns ein mehrere Meter breiter Wasserlauf den weiteren Weg versperrt. Ich nehme eine sehr akribische Messung der Wassertiefe vor, in dem ich einen kurzen professionellen Blick auf das Wasser werfe und bestimmt feststelle: "Passt schon". Tatsächlich scheint der Wasserlauf kaum mehr als ein oder zwei Handbreit tief zu sein. Um unsere Flussüberquerung im Bild festzuhalten, setzt Anita mit Auto über, während ich im sicheren Trocknen die Kamera bediene. Anita fährt zügig und sicher hindurch und verlässt das Gewässer am anderen Ufer mit einem kleinen Schwung durch ausgefahrene Spuren. Auf der anderen Seite dreht sie um, um nun ihren Ehemann trockenen Fußes abzuholen. Ich fotografiere, wie Anita mit dem Wagen das Ufer verlässt um auf dem selben Weg und den selben Spuren wieder durch das seichte Gewässer zu fahren. |
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Wir sind uns einig, dass wir das nicht über praktische Versuche weiter ergründen wollen und brechen unser Vorhaben somit ab. Aufgrund der vorgerückten Stunde hat sich unsere Ranking-Liste definitiv verändert: Campen im Freien ist zum Vorteil von Schlafen im Motel um einen Platz nach hinten gerückt. Und so fahren wir die unpaved Road zurück um uns auf der 95 weiter Richtung Monticello zu bewegen. |
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In Monticello "machen wir ein Motel klar", wie mein bessere Hälfte zu sagen pflegt. Wir quartieren uns im "Triangle H" ein, ein kleines nettes Motel klassischer Art, wo wir uns bereits vor ein paar Jahren einmal niederließen. (Kommentar von Anita: "Wow, was für eine Wortwahl"). Ein älterer Herr an der Rezeption fragt uns nach unserer Herkunft und ist erfreut zu hören, dass wir aus "Germany" kommen. Er selbst ist gebürtiger Deutscher, ist jedoch nach dem Krieg nach Kanada ausgewandert. Eigentlich wollte er damals in Florida ein Motel bauen, doch Florida hat ihm nicht gefallen. Daraufhin ist er nach Denver und später nach Monticello. Nun möchte er sein Motel verkaufen und zu seiner Familie nach Denver zurück. Wir trauen uns nicht nach dem Preis zu fragen, aber das wäre schon eine nette Zukunft für uns... |
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| Wir unterhalten uns ebenso lange wie nett und beziehen dann unser Zimmer. Wir stellen fest, dass wir bei unserem letzten Besuch genau im Nebenzimmer wohnten. | ||||
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Vor dem Schlafengehen fahren wir noch kurz zur nahegelegnen Tanke um unsere Reserven aufzufüllen. Hier ist auch ein Taco Loco angeschlossen. Wir essen einen Vegetarian und einen Chicken-Burrito. Keinen Michelin-Stern würdig aber andererseits auch nicht wirklich schlecht. Der Hunger hilft recht gut, über Unzulänglichkeiten hinweg zu sehen. Während wir so vor uns hin kauen sprechen wir noch einmal über unser Vorhaben, die nächsten Tage im Canyonlands zu campen. Wir stellen fest, dass es aufgrund der Kälte sinnvoll ist, dieses Vorhaben noch einmal gründlich zu überdenken und kehren gestärkt und voller Entscheidungsdrang ins Motel zurück: Wir schmeißen alle elektronischen Karten an und schlagen nichtelektronische auf und überlegen, welche Alternative es zu unserer Frosty Tour geben mag. |
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Auf jeden Fall ist der Süden angesagt. Optimal wäre das Gebiet an der mexikanischen Grenze, doch hier haben wir Bedenken aufgrund der gelegentlichen Übergriffe von mexikanischen Flüchtlingen. Im Gebiet des Big Bend sind wir bereits einmal von einem Ranger angesprochen worden, ob wir Auffälligkeiten festgestellt haben usw. Wildes Campen in freier Natur in diesem Gebiet sagt uns nicht zu. Als eine gute Alternative sehen wir das Gebiet Mojave bzw. Anza Borrego an, wo wir bereits schon zweimal waren und wo es etwas wärmer sein müsste. Als Zwischenstopp entscheiden wir uns für den Grand Canyon, den wir das letzte Mal nicht besucht haben, und bei dem wir uns noch entschuldigen wollen, ihn erstmalig einfach "überfahren zu haben". Sofort versuchen wir dort telefonisch ein Zimmer für zwei Nächte zu reservieren, doch leider sind wir mittlerweile außerhalb der "Office Hours". Also werden wir uns morgen ziemlich früh auf die etwa 300 Meilen machen. Na denn, gute Nacht im warmen Bettchen. |
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| 02.02.2005:
Monticello - Grand Canyon |
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Gegen 6 Uhr brummeln die Handys um den neuen Fahrtag einzuläuten. Nach der üblichen Hygiene-Zeremonie beladen wir den Lastkarren und stellen fest, es ist vermutlich noch kälter als an den Tagen zuvor. Wieder sind unsere Wasservorräte gefroren, der Dachsack steif wie ein Brett und der Boden glatt wie für Kilius und Bäumler gemacht. Und sogar unser großer Thermo-Becher rettet uns nicht davor, die Cola vorläufig zu lutschen. |
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Wir schliddern zurück ins Zimmer, holen die letzten Taschen und "Container" und schwingen uns wieder in den Kühlschrank auf Rädern, jedoch nicht ohne noch schnell alle Scheiben chemisch vom Eis zu befreien. Was für Flugzeuge gut ist, muss für Autos erst recht gut sein. Den Eiskratzer haben wir mittlerweile gefunden, brauchen ihn aber jetzt nicht mehr, weil wir die chemische Keule haben. War eine tolle Investition, erst findet man ihn nicht, dann braucht man ihn nicht. Aber gut, dass wir ihn hatten, das beruhigt zumindest! |
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Wir verlassen wie erwähnt die Eisfläche und machen uns auf den Weg. Nach kurzer Zeit des Fahrens kommen wir wieder einmal am Twin Rock Café vorbei. Hierzu gibt es ein nettes Anekdötchen. Vor Jahren bin ich beim Surfen im Internet auf eine Seite gestoßen, die auf dieses Cafe` sowie den Wanderweg, der zu den Twins führt, hinweist. Leider habe ich weitergesurft und dann vergessen, was denn nun das besondere ist: Das Cafe`? Oder der Wanderweg? Egal. Wir bleiben zunächst beim Cafe und ordern Spiegeleier mit Sausage und ein Breakfast Burrito für Anita. Schmeckt prima, und so richtig kräftig, müssen Sie probieren! |
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Nach dem Frühstück geht Anita ein Telefon suchen, um ein Zimmer im Grand Canyon zu reservieren. Wir hoffen darauf, dass jetzt "Office Hour" ist. Währenddessen kann ich es mir nicht nehmen, ein paar Fotos zu machen. Insbesondere die gegenüberliegende alte Tankstelle, die ich bereits zigmal abgelichtet habe, hat es mir auch heute wieder angetan und so sind ein paar Bits fällig. |
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Anita und ich treffen uns nach kurzer Zeit wieder am Auto. Auch sie war erfolgreich und hat sogar eine "Historic Cabin" für den selben Tag ordern können. Im Sommer zur Hauptreisezeit gleicht das dem bereits erwähnten Lottogewinn. Wir verlassen den Ort des Erfolges und fahren weiter. |
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Der Tag besteht aus Fahren, Fahren, Fahren. Aber im warmen gemütlichen Auto; nur das zählt im Moment! Wir kommen am Monument Valley vorbei und mein rechter Zeigefinger, der fürs Auslösen zuständig ist, beginnt bereits aufgeregt an zu pochen. Also geben wir ihm nach und halten an der typischen Stelle oben am Berg mit Blick auf das noch entfernte Valley an. Diese Perspektive kennt man aus Tausenden von Reisekatalogen und Millionen von Amateurbildern. Aber diese Masse kann sich nicht täuschen. Man muss das M.V. einfach auch von hier mal fotografieren. Nach fleißigem Knipsen nehmen wir wieder Fahrt auf und lassen das M.V., wenn auch sehr ungern, unbefahren links liegen. Wir recherchieren, dass es das erstel Mal für uns ist, dass wir hier vorbeikommen und nicht sagen: "Ach komm, eine schnelle Runde durch das Tal." Wir haben auch jedes Mal einen Grund dafür gefunden: Entweder gab es kein Wölkchen am Himmel, oder es war richtig schön bewölkt, oder es gab Schnee oder es gab keinen Schnee oder ich hatte eine neue Kamera oder ein neues Objektiv oder einen neuen Filter, oder Michael war dabei oder einfach nur so.. Einen Grund haben wir stets gebraucht aber auch immer sehr schnell gefunden. Doch heute drängt die Zeit ein wenig und so bleiben wir standhaft und brausen daran vorbei, nicht ohne synchron wehmütig in die abzweigende Straße zum Valley zu sehen und "Ach...." zu sagen. |
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In der Cameron-Trading-Post, in der wir bereits schon mehrmals genächtigt haben, halten wir kurz zum Tanken an. Und weil wir ja schon mal da sind, gehen wir auch flott durch den Gift-Shop, der uns zum Glück nichts bietet. Außer einem Autoaufkleber, der derzeit offensichtlich Mode ist: Eine bunte Schleife unterschiedlichster Größe mit der Aussage "We support our troups". Wir entscheiden uns lieber für den alternativen Text "God bless the USA". |
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Betankt und geschmückt fahren wir weiter in den Grand
Canyon. Neben dem obligatorischen und traditionellen Foto-Stopp am
Eingangsschild halten wir zunächst am Watchtower an. Der neugestaltete, riesige
Parkplatz zeigt sich fast autoleer. Man merkt, wir sind in der
"Sauren Gurkenzeit" hier, was wir in keinster Weise bedauern. Wir
sagen dem Grand Canyon vom Tower oben aus "Tach!" und
unterstreichen unsere Freude darüber, hier zu sein, mit einer Vielzahl
von Fotos und Videoclips. Übrigens ist der Watchtower wohl "remodelt".
Der Eintritt nach oben ist seit Jahren erstmalig wieder kostenlos und man
kommt nicht nur auf die erste Plattform sondern kann jetzt sogar noch zwei weitere
Etagen hochgehen. Uns kommt die Idee, unsere Ansichtskarten bereits hier fertig zu stellen und fahren Richtung Village, da es dort einen "Ein-Stunden-Foto-Service" gibt, den wir schon häufig genutzt haben. Im Village stellen wir fest: Es gab ihn. Die Entwicklungsmaschinen sind fort, der damalige Mitarbeiter läuft nun in den Gängen der Food-Abteilung rum. Stattdessen entdecken wir jedoch ein Kodak-Terminal, an dem man Bilder sofort ausdrucken lassen kann. Schon haben wir unseren Speicher-Chip eingeführt und lassen die Maschine losdrucken. Perfekter Service. Die Abrechnung erfolgt per Kreditkarte und die Ausdrucke sind akzeptabel. Was auf der Strecke bleibt? Arbeitsplätze! |
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Der Weg führt weiter zur Bright Angel Lodge, wo wir zügig einchecken. Wir erhalten den elektronischen(!) Schlüssel für eine Historic Cabin. Beim Vorfahren erkennen wir, dass es zufälligerweise genau die selbe Cabin ist, wie bei unserem letzten Besuch vor gut einem Jahr. Damals war sie die Belohnung für unseren dreitägigen Hike zur Phantom Ranch an Weihnachten 2003. Wir beziehen die Cabin mit uns und unserem elektronischen Equipment und machen uns schon wieder auf den Weg zum West Rim Drive, wo wir die Sonne untergehen sehen wollen. |
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Dies erleben wir an den Aussichtspunkten Hopi und Mojave besonders eindrucksvoll. Der rechte Zeigefinger kommt kaum zur Ruhe und so werden diese Eindrücke sehr schnell in viele Bits umgewandelt. Ich kann immer nur wiederholen, dass der Grand Canyon zur Sucht werden kann. Wer ihn mal gesehen hat und nicht davon fasziniert ist, lügt oder er hat sich verfahren und war gar nicht dort. Obwohl ich mir immer wieder vor Augen halte, dass ich wahrscheinlich schon Hunderte wenn nicht sogar Tausende von Grand Canyon-Bilder habe, als Dia wie auch in Digital, immer meine ich, dass dies nun ein noch schönerer Moment ist und schon zuckt der berühmte Finger wieder. |
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Die untergehende Sonne lässt den Spruch "Das Licht geht weg" wahr werden und unterbricht die Sucht nach dem Canyon für ein paar Stunden. Wir fahren zurück, um an der Maswik-Lodge zu essen. Die Alternative und von uns favorisierte Yavapai- Lodge hat leider "Closed for Season". Überhaupt ist fast alles geschlossen. Damit bleibt nur die Maswik-Lodge als Möglichkeit, aber auch sie ist fast menschenleer. Wir vertilgen ein Steak-Cheese-Sandwich und einen vegetarischen Chili. |
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Nach diesem Mahl kehren wir zurück zu unserer Cabin. Während Anita ihren Büro-Teil erledigt und verschiedene Dateien von Laptop zu Laptop überspielt, schreibe ich die Ansichtskarten und kümmere mich um die Bits. Doch jetzt geht es ins Bett, es erwartet uns ein Tag an unserem Canyon. |
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| 03.02.2005
Grand Canyon |
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Wieder brummeln die Handys vor sich hin und reißen uns aus den schönsten Träumen vom Grand Canyon usw. Während Anita nicht wach wird und den Canyon lieber weiter im Traum erlebt, gehe ich meiner Sucht live nach. Ich ziehe meine Ausgehklamotten über mein Schlafdress und trete um 7:20Uhr noch etwas schlaftrunken aus der Cabin an den nur etwa 50m entfernten Canyonrand um die Sonne zu begrüßen. Doch die lässt noch etwas auf sich warten. Es ist eisigkalt und mein berühmter Finger fängt an zu frieren, weshalb ich ihn in der Tasche gut wärme, um ihn sofort für die Kamera einsatzbereit zu haben. |
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Nach einigen Minuten, die in der Kälte Stunden
gleichen, zwinkert die Sonne noch etwas verhalten aber zielstrebig über den Canyonrand und
lässt die ersten Zinnen im gleißenden Licht
erstrahlen.
Nun kennen weder Kamera und Zeigefinger Halt und klicken und zucken
synchron los. Dieses beindruckende Schauspiel, wenn der Canyon langsam vom
Licht der Sonne geflutet wird und eine kaum beschreibbare Wärme über das
große Tal ergießt, dauert nur wenige Minuten. Doch diese bleiben haften! |
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Nachdem ich dies mehrmals eindringlich bestätigt habe, wird mir auch eine neue Jacke zugestanden, die ich aufgrund der eisigen Kälte für dringend notwendig erachte. Von daher fahren wir wieder zur Maswik-Lodge und sehen uns das Angebot an. Eine Jacke gleich neben einem Elch gefällt mir recht gut, ist trotz der ansonsten überhöhten Preise in dieser exquisiten Lage recht erschwinglich. Beim Anprobieren entdecke ich in der Jackentasche eine Kundenkarte von Safeway. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Jacke gebraucht ist oder jemand die Karte beim Anprobieren versehentlich stecken gelassen hat. Zu weiteren Anproben fahren wir zunächst in den Generalstore vom Village und anschließend aus dem Park raus. Bei der Gelegenheit tanken wir wieder mal. Überhaupt, wir tanken sehr oft und viel. Offensichtlich erfreut sich unser Weggefährte eines überraschenden Durstes. Wir werden dies einmal am Ende des Urlaubs nachhalten. Die Versuche, eine Jacke zu erstehen, scheitern teilweise mangels Ware, teilweise an den Preisen. Rund $250 für eine Jacke, die ich vielleicht nur ein paar Tage anziehe, sind mir zuviel. Dann lieber frieren! |
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Wir fahren auf dem Rückweg an den verschiedensten Aussichtspunkten vorbei und liefern uns der Anziehungskraft des Canyons aus und fotografieren und schauen und staunen. |
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An einem der Aussichtspunkte erstelle ich eine letzte Ansichtskarte, die speziell für meine Mitarbeiterinnen gedacht ist. Die logische Folge dieses Bildes ist, dass wir zur Cabin zurückfahren, damit ich das Bild am Laptop noch schnell aufbereiten kann. Die weitere logische Folge ist, dass wir nun wieder zum Village fahren, um das Bild drucken zu lassen. Anita und ich fragen uns, ob das Gerät unsere Kreditkarte tatsächlich für 39 Cent belasten wird. Während er druckt, stellen wir fest: Er tut es! |
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Wir planen die weitere Vorgehensweise: Wir fahren zur Maswik-Lodge um doch die Jacke von vorhin zu kaufen, dann über den West-Rim-Drive den Canyon gucken und anschließend in der Maswik-Lodge was essen. Und so geschieht es, zumindest in groben Zügen: Ich probiere noch einmal die selbe Jacke von heute morgen an und finde in einer weiteren Tasche einen Zettel über die Gottesdienstzeiten am Grand Canyon. Der Kerl muss die Jacke doch länger angehabt haben! Wir nehmen daher eine andere Jacke des gleichen Modells. |
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Anschließend fahren wir über den West-Rim-Drive, wo Anita am ersten Stopp feststellt, dass sie ihre Videokamera vergessen hat. Während Anita zurück fährt, um ihre Kamera einzusammeln, lasse ich den Finger am Trail View zucken. Dabei stelle ich fest, dass man von hier aus unsere Cabin sehr gut ehen kann und man einen herrlichen Blick bis zu einem 95km entfernten Berg hat. Beeindruckend. |
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Als die Kamera und Anita am Trail View Punkt ankommen, setzen wir unsere Sightseeing -Tour fort, bis wir am letzten Aussichtspunkt "Hermits Rest" ankommen und uns in die wärmende Sonne setzen. |
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Nach einem kurzen Fotoshooting fahren wir den Rim entlang zurück. Erfahrene Grand-Canyon-Reisende werden zurecht sagen: "Klar, wohin denn sonst?", denn Hermits Rest ist in der Tat das Ende des Drives und es bleibt nur die Fahrt zurück. In der Maswik-Lodge essen wir noch kurz einen Cheeseburger und Grilled Cheese Sandwich und kehren dann auch recht schnell zurück in unsere Cabin, wo wir den Tag nun ausklingen lassen. Und morgen ist wieder Reisetag. |
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| 04.02.2005
Grand Canyon - Mojave |
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Der Tag beginnt wie stets mit dem penetranten Gebrumme unserer Handys. Obwohl wir recht früh dran sind, erstrahlt die Sonne bereits den Canyon, was mir heute mein morgendliches "Good-Morning-Grand-Canyon-Shooting erspart. Wir verpacken unseren Haushalt im Auto, doch bevor wir auschecken und Richtung "Mojave" losfahren, sagen wir dem Canyon noch einmal an einem der Aussichtspunkte "Tschüß" ! |
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Das Frühstück besteht wieder aus zwei Bearclaws und Kaffee während des Fahrens. Da wir Zeit haben befahren wir statt der Interstate ein gutes Stück der Route 66, was sich für uns und die Kameras immer lohnt. |
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In Seligman machen wir Stopp und besuchen Angel Delgadillo, den Präsidenten des Clubs zur Erhaltung der historischen Route 66 in Arizona. Wer unsere Reisetagebücher kennt weiß, dass wir ihn bereits mehrmals besucht haben und ihm beim letzten Besuch im Jahre 2001 ein außergewöhnliches Geschenk gemacht haben: Eine Fototapete von sich und seiner Frau Wilma in einem Mc.Donald`s in der Nähe von Hannover, das wir anlässlich unseres Besuches der Expo 2000 gemacht haben. Angel hat sich damals riesig darüber gefreut. |
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Wir betreten den Laden und Angel begrüßt uns mit "Welcome back home" Er scheint uns zu kennen, weiß uns aber nicht einzuordnen. Wir sehen auf seinen großen Tisch mit Präsenten an ihn aus der ganzen Welt und entdecken auch unser Bild. Wir zeigen auf das Bild und sofort geht ihm ein Licht auf. Sogleich ruft er seine Frau Wilma, um uns ihr vorzustellen. Wir betreiben etwas "Small Talk", wobei Angel brennend daran interessiert ist zu erfahren, ob sein Bild noch im Mc.Donald`s in Hannover hängt. Das können wir aber leider weder bestätigen noch verneinen. |
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Wir verabschieden uns nach einigen Nettigkeiten und einem T-Shirt für Anita und fahren weiter. In Kingman frühstücken wir verspätet zu Mittag, tanken mal wieder, kaufen Lebensmittel ein und fahren weiter Richtung Mojave. |
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Wieder cruisen wir abseits der Interstate und befahren einen herrlich gelegenen Scenic Bypass". Unterwegs pausieren wir kurz an einer fotogenen Tankstelle, an der auch einige Biker Rast machen. Ein herrliches Bild. Nach weiteren Meilen durch diese Traumlandschaft führt uns der Bypass durch den nach unseren Unterlagen eher bedeutungslosen Ort Oatman, den wir aber bereits mehrmals auf unserer "To-Do-Liste" vermerkt hatten. Wir erreichen den Ort und werden von Eseln auf der Straße begrüßt. Nicht etwa jene, die man auch hierzulande Tag für Tag im Straßenverkehr trifft, sondern richtige, echte! Oatman sieht aus, als hätte es ein Straßenfest, doch so soll es hier angeblich jeden Tag aussehen. Wir schleichen mit unserem Truck über die etwa 250m lange Mainstreet auf der Suche nach einem Parkplatz, stets darauf bedacht, weder Mensch noch Esel über den Haufen zu fahren. |
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Dem (fotogenen) Flair dieses Städtchens können wir nicht widerstehen, und so stehen auch unsere Auslösefinger nicht still. Als Höhepunkt wohnen wir sogar noch einem kleinen Schauspiel in Western-Manier bei, bei dem trotz drei Erschossner niemand ernsthaft zu Schaden kommt. Ganz im Gegenteil: Der Erlös kommt dem Krankenhaus zu gute.
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Auf dem Rückweg zum Auto erwerben wir noch ein paar Karotten für Anita und die Esel. Wir verlassen den Ort und fahren weiter in Richtung Mojave National Preserve. Da es schon spät ist und wir das Zelt diesmal gerne im Hellen aufgebaut hätten, nehmen wir nun doch den Highway. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir den Mid Hills Campground. |
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Im Schein der letzten Sonnenstrahlen und unseren Maglites bauen wir mit Mühe und Not das Zelt auf. Das heißt, der Beginn des Aufbaus geht gut und zügig, doch dann erweist sich der letzte Schritt des Aufstellens als nicht machbar. Es will sich einfach nicht ohne Gewalt aufrichten lassen. Die Lösung des Problems wird von Anita auf den Punkt gebracht: "Da ist das Innenzelt nicht richtig eingehängt worden." "Ach was!!!", stelle ich ironisch fest. Nach Fehlererkennung und zwei abgebrochenen Fingernägeln von Anita, die zwecks Korrektur in das noch nicht aufgebaute Zelt geklettert ist, erfolgt der weitere Aufbau schnell und unkompliziert. Wir statten das Innere mit dem bereits am ersten Tag erwähnten Equipment aus, essen bei etwas geringerer Kälte unsere Steaks and Beans und klettern in unser Zelt. Wir sind froh, noch eine Campsite ergattert zu haben. Sind doch außer unserer noch zwei weitere Sites von den insgesamt etwa 40 Sites besetzt. Hätten wir beim Rumfahren die anderen Camper nicht gesehen, würden wir uns alleine glauben. Denn der Campground ist so großzügig angelegt, dass man sogar Camper auf der Nachbar-Site weder sieht noch hört. Also denn, jetzt erst mal "Gute Nacht", die sicherlich weniger kalt ist als die erste. |
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| 05.02.2005
Mojave National Preserve |
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Wir wachen auf und stellen fest, dass es saukalt war und ist. Wir trösten uns damit, dass es vielleicht nicht ganz so kalt ist wie im Zion N.P. vor ein paar Tagen, aber es ist dennoch kalt. Da wir zwei Nächte bleiben, verstauen wir nur die nötigsten Dinge im Auto, verrichten leicht zitternd unsere Morgentoilette und machen uns auf den Weg zum Eingangsschild, um das obligatorische "We were here-Bild" zu knipsen.
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Die wenigen Meilen bis zum Schild vergehen wir im Fluge, insbesondere im gewärmten Wagen. Wir lassen das Bild entstehen und überlegen, wie es weitergehen könnte. |
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Mir fällt ein, dass ich einmal im Internet ein freizügiges Bild an einem Hinweisschild gesehen habe. Mir geht es weniger um die zeigefreudige Person als vielmehr um das Schild bzw. um die Straße mit dem merkwürdigen Namen :Zzyzx, ausgesprochen soll es heißen: "ZYE-ZIX" |
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Also machen wir uns auf den Weg und so befahren wir die Zzyzx, die geradewegs zu einem Institut führt. Leider ist das Institut entweder heute "Closed" oder gänzlich geschlossen. Am Informationspavillon gibt es leider keine Informationen mehr, die darüber Aufschluss geben, was hier erforscht wird oder wurde. |
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Wir kehren um. Wenn der Weg auch nicht vom Erfolg gekrönt ist, die Landschaft lohnt sich allemal befahren zu werden. Vorbei an einem Salzsee geht der Weg zurück. |
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Wieder einmal fahren wir durch Baker, einem netten Ort an der Interstate 15. Hier steht das größte Thermometer der Welt, zumindest wird dies behauptet. Was irgendwelche Rekorde angeht, sind wir bei den Amerikanern seit einigen Jahren skeptisch, weil sie immer das höchste, größte, älteste oder was auch immer haben. |
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Kurze Rast bei Jakob in der Kiste ("Jack in the box"), der sich uns nicht von seiner besten Seite zeigt: Die von uns gewünschte "Triirjaki Bowl" gibt es nicht mehr oder zumindest hier nicht mehr. Das ist das einzige Gericht, das uns immer wieder zu einem Abstecher zu Jack überredet hat. Aber ohne Tirijaki Bowl verliert Jack wohl zwei treue Gäste. Anita seufzt: "No Tiri for Küssling!" Wir fahren zurück zum Campground. Unterwegs begleitet uns parallel zu unserer Straße ein Zug. Wir geben Gas, um ihn an der Kreuzung fotografisch abzufangen. Der Lok-Führer hupt viel und laut, und grüßt nett aus seinem Fensterchen heraus. |
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Mit rund 130 Meilen "mal eben so" auf dem Buckel erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang den Campground. Wir schmeißen Grill und Lagerfeuer an. Nach einem guten Steak and Beans bzw. Suppe verkriechen wir uns in das Zelt. Es ist arg kalt aber wir trösten uns wieder mit: "Es ist nicht so kalt wie im Zion..." Also dann, auf eine gute Nacht... |
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| 06.02.2005
Mojave - Joshua Tree |
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Wieder rasseln die Handys, es ist wieder kalt. Unsere Instrumente zeigen -8Grad und es ist windig. Herrliches Wetter fürs Campen, wenn man in Alaska wohnt. Ein verwöhnter Europäer mit Sitz im wettermäßig gemäßigten Deutschland bibbert nur. Wir schmeißen so ziemlich alles an, was auch nur etwas Wärme erzeugt: Unsere Event-Cat, die Gasleuchte, den Brenner und das Auto. Zähne fast lauter und schneller klappernd als die Tastatur des Laptops packen wir unser Zelt zusammen und alles in und auf den Wagen. |
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Wir nehmen Abschied vom liebgewonnenen Campground, den wir trotz der Kälte aufgrund seiner Lage und seinen recht separierten Sites nur wärmstens empfehlen können. Dank Allrad kann uns nichts aufhalten ... |
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| ...und so machen wir uns auf den Weg um allmählich im Luftstrom unserer Wagenheizung aufzutauen. | ||||
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Der Weg führt uns wieder ein kleines Stück über die historical Route 66, die sich trotz des liebevoll beschrifteten Asphalts ungleich weniger beeindruckend und spektakulär zeigt als in Arizona vor dem Haus von Angel. |
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Von einem originellen Schild einmal abgesehen ! Recht früh erreichen wir den Joshua Tree N.P. Kurz vor dem Osteingang halten wir am vorgelagerten Visitor Center an. Richtig, Anita holt wieder ihren Stempel ab und sogleich erkundigen wir uns nach einem guten Campground. Während Anita ihren Stempel erstmalig nicht selbst setzt, sondern das von einer Rancherin erledigt wird (zeugt wohl von der momentanen Flaute!) erklärt uns eine zweite Rancherin, dass sie uns den Jumbo-Rock-Campground in der Mitte des Parks empfiehlt. Dieser ist wenig "crowded", was wir erfreut sind zu hören. Sie weist uns noch darauf hin, dass es sehr kalt ist. Als wir ihr erklären, dass wir von Mojave und Zion kommen sagt sie sinngemäß: "Na, dann..."
Wir folgen ihrer Empfehlung und erreichen den Jumbo-Rock-Campground, der uns das Wort im Halse stecken lässt. Obwohl er mit über 120 Sites besonders groß ist, ist er für diese Zeit auch recht voll. Die einzelnen Camps liegen für amerikanische Verhältnisse ziemlich nah beieinander und die meisten bieten kaum Platz für unser Zelt. Wir sind sehr enttäuscht, trösten uns jedoch damit, dass es mehrere weitere Campgrounds gibt. Also fahren wir alle nacheinander ab aber jedes Mal zeigt sich das gleiche Bild: Camper über den Campground verteilt, Sites dicht beieinander, für unser Zelt räumlich recht knapp. |
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Wir stellen für uns fest, dass wir keine Lust haben, auf diesen Campgrounds zu nächtigen. Wir bleiben an einer wenig befahrenen Stelle stehen und vertiefen uns in grundlegende Entscheidungsprozesse. Wir planen folgende, vom Schicksal gesteuerte Vorgehensweise: Wir fahren noch zwei kleine Campgrounds ab. Sollte eine Site dabei sein, die uns zusagt, nehmen wir sie für zwei Tage. Finden wir keine adäquate Site, fahren wir weiter Richtung Anza Borrego und campen irgendwo in einem Motel. Und somit steuern wir geradewegs den Campground Belle an. An der Site 3 halte ich an und begutachte sie: Ich stelle fest : Das ist eine Site, die uns gefallen könnte." Sie ist abgeschottet von den anderen Sites, bietet reichlich Platz für uns und unser Zelt und ist sogar mit etwas Glück windgeschützt durch einen großen Fels in der Mitte. Wir reservieren schon einmal gedanklich diesen Platz, fahren aber dennoch die Loop weiter um zu überprüfen, ob es nicht noch bessere Sites hier gibt. Das Ergebnis ist eindeutig: Site 3 ist die mit Abstand beste, so dass wir beschließen: "Die nehmen wir". Flugs bauen wir unser Zelt auf. Es geht in der Tat zügig und einfach, wenn alle Dinge an seinem rechten Platz sind, insbesondere, wenn jeder Knopf in der passenden Schlaufe ist. Anita grinst bei diesen Worten. Weiter sprechen wir nicht. Wenn man so viele Jahre verheiratet ist, versteht man sich auch ohne Reden! |
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Nachdem alles steht, fahren wir aus dem Park
raus in den nahegelegenen Ort 29Palms, tanken mal wieder, kaufen Holz ein
und essen eine Kleinigkeit bei KFC. Seit KFC Honey BBQ-Burger hat, steht
KFC bei mir sehr weit oben auf der Rankingliste.
Halt, nur wenige Minuten nachdem wir unser Nachtlager aufgenommen haben, werden wir durch Licht aus dem langsam kommenden Schlaf gerissen. Ich, als Mann in der Beziehung, gehe zielorientiert und entschlossen aus dem Zelt, um ggf. Zelt und Frau zu verteidigen. Der Störenfried ist unser eignes Lagerfeuer, das aufgrund des zunehmenden Windes noch einmal aufgeflackert ist. Na denn, jetzt also wirklich eine gute Nacht! |
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| 07.02.2005
Mojave - Joshua Tree |
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In aller Frühe wecken uns wieder unsere Handys. Während Anita noch ein wenig bei Morpheus verweilt, stehe ich auf, um alle Heizungen anzuschmeißen. Leider haben wir gestern Abend vergessen, unsere Event-Cat auszuschalten, und so hat sie ohne Nutzen das Nirwana geheizt. Die logische Konsequenz ist, dass die Gaskartusche leer ist. Damit heizt sie jetzt nicht mehr umsonst, jetzt heizt sie gar nicht mehr. |
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Das erste Wasser, das erhitzt wird, gehört dem Kaffee. Erst das zweite dem Waschen und dem Zähneputzen. Wir ziehen uns an und fahren wieder in den Ort 29Palms um erstmalig bei Dennys zu frühstücken. Es gibt Meatlovers Scrambled Egg und Denver Scrambled Egg. Die Portionen sind reichhaltig, die zu jedem Essen mitgelieferten 3 dicke Pancakes sprengen unsere Möglichkeiten. Sie gehen unberührt zurück. |
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Wir fahren noch schnell zum Postoffice. Das heißt, wir wollen zum Postoffice, fahren aber versehentlich in die verkehrte Richtung. Damit steht der Entschluss fest, dass wir die restlichen Ansichtskarten im 20 Meilen entfernten Yucca Valley einschmeißen. Der Ort ist ungleich größer und mit allen wichtigen Geschäften ausgestattet. Wir bremsen bei Wal-Mart, wo wir neidvoll auf einen hochhackigen Pickup sehen, der uns gut gefallen würde. Wir nutzen den Laden, um ein paar neue Strümpfe für unsere Gasfunzel zu kaufen, nachdem wir gestern schon die Ersatzstrümpfe aufziehen mussten. Und natürlich eine neue Gaskartusche, weil die letzte ja -wie bereits erwähnt- unserer Vergesslichkeit zum Opfer gefallen ist. Ach ja, auch noch ein paar neue Fire Starter", also Anzünder fürs Lagerfeuer. Die gestrigen benötigten viel Anlauf und Geduld, bis sie ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen konnten. Wir haben mehrere Streichhölzer "verzündelt", bis der erste Anzünder endlich brannte. |
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Im nächsten Shop erwerben wir auch noch zwei
Steaks, so dass das Abendessen geklärt scheint. Das Postoffice finden wir
dann auf der weiteren Strecke in Joshua Tree. Über den Westentrance wollen wir
zurück in den Park. Am Parkeingang halten wir kurz, um wieder eins der
obligatorischen "We were here-Photos" zu machen. Dabei parken
wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite. |
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Innerhalb des Parks halten wir an dem
Aussichtspunkt "Hall of Horror" uan nd drehen eine lange
"kurze Runde" um eine imposante Ansammlung von riesigen Steinen
herum.
Allein das Geheimnis des Namens lüftet sich uns nicht. Dass man sich auch
auf kurzen Runden fast verlaufen kann, sieht man an diesem kurzen Walk.
Nachdem wir die Runde zu Ende gegangen sind, entwickeln wir
unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie es wohl zum Auto zurück
geht. Die Meinungen schwanken von "Na klar, links" bis
"Na klar, rechts". Als Kavalier einigen wir uns auf die
Einschätzung der besseren Hälfte. Es ist an dieser Stelle nicht leicht zuzugeben, dass
sie mit ihrer Meinung nicht ganz unrecht zu haben scheint. |
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Zurück an der Campsite ankommend stellen wir fest, dass der Campground heut etwas belebter ist als gestern. Drei Sites weiter hat sich ein Wohnmobil nieder gelassen, der diesen Namen nicht verdient. Ein riesiger Truck mit Auflieger, an dessen beiden Seiten auch noch halbe Zimmer ausgefahren werden können, wird von einem älteren amerikanischen Ehepaar jongliert. Beeindruckend! Unserer Site gegenüber in gut 50m Abstand hat sich ein jüngeres Ehepaar mit 1-3 Kindern nieder gelassen. Vielleicht sind es auch mehr Kinder, denn eins schreit immer. Leider ist die Campsite zwischen zwei großen Felsen und funktioniert wie ein akustischer Trichter. Sogar normal gesprochene Sätze dröhnen in unsere Site. Aber man ist ja tolerant. |
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Wir bekommen aber noch mehr Besuch: Ein amerikanisches Pärchen macht sich auf den Weg, die Felsen hochzuklettern. Und der schwerste Aufstieg geht offensichtlich von unserer Site 3 aus. Wir sehen mit Bewunderung zu und hoffen nur, dass keiner runter in unser neues Zelt fällt. Wir beabsichtigen in die Ortschaft zu Dennys zu fahren, hinterlassen dem Kletter-Pärchen, das wir ausgiebig fotografiert haben, aber noch einen Zettel am Auto:
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Dennys hat sein Speiseangebot unseres Erachten nach stark eingeschränkt, was aber keine Rolle spielt. Denn unsere Favorits stehen noch parat: Es gibt, entsprechend unserer Tradition, Buffalo Chicken Strips als Vorspeise und Shirlion Steak mit Shrimps bzw. Chicken Strip Dinner. Als Beilagen selbstverständlich Corn und Mashed Potatoes. Die nette Bedienung weißt uns sogar darauf hin, dass die Buffalo Chicken Strips "sauscharf" sind, was wir mit Freude und Mut zur Kenntnis nehmen.
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Nach diesem wohltuenden Mahl eilen wir wieder zurück zur Site. Es hat sich nicht viel verändert. Der Truck steht immer noch dort und aus dem gegenüberliegenden Zelt wird immer noch genauso geschrienen wie vorher. Nur das Pärchen scheint ausgeklettert zu sein. Stattdessen liegt ein netter Zettel auf unserem Tisch: |
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Erstmalig in diesem Urlaub ist es abends mal nicht kalt, sogar fast etwas lauwarm. Am Feuer sitzend trinken wir gemütlich unseren Kaffee und hacken angestrengt in die Tastaturen der Laptops. Es ist mittlerweile stockfinster und nur unser Feuer und unsere Gaslaterne konkurrieren mit dem Lichtermeer der Sterne am Himmel. Anita zuckt plötzlich zusammen, weil sie Stimmen zu hören glaubt. Schnell können wir uns beruhigen, weil es offensichtlich nur das Liebesspiel unseres Nachbarzeltes ist. |
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Wir beenden allmählich den gemütlichen Abend, lassen das Feuer langsam und einsam vor sich hin zündeln und verschwinden in unser Zelt. Endlich eine Nacht, die nicht so kalt zu sein scheint..... |
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